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Jeschurun · 1926-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1926) · p. Seite 97

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1926)
Date
1926-01-01
Page
Seite 97 (sequence 97)
Language
German
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BBag—MaaBBMWEgHailWiUflM'iyjyilfikJh lüiilWWl.WIFBVBB8BMMB8BEHMBBMHMBBM' Zwei Welten 97 dieser Hinsicht anzu3chmiegen, nur eine vorübergehende Laune ist, selbst wenn sie sich auf ein Menschenalter erstrecken sollte. Wie es sich christelt, so jüdelt es sich. Und der Kult des Geheimnisvollen, in dem nach dem Zusammenbruch alles dessen, was früher für wertvoll gehalten worden ist, die Menschheit ihren Trost sucht, findet entsprechend auch in allen jüdischen Kreisen der verschiedensten Richtungen seine Adepten. Wenn nicht insbesondere die Einstellung zur Frau, die von jenen erwähnten Jünglingen beliebt wird, ihre grossen Gefahren in sich bärge. Die Selbständigkeit der Frau nimmt einen immer grösseren Umfang an. Sich dieser Entwickelung entgegen zu stemmen, ist nutzlos und darum widersinnig. Schon der Anteil an der Berufstätigkeit ausserhalb des Hauses, die sich mit eisernem Zwang durchgesetzt, hat dem Mädchen die Gleich- Stellung errungen, von der sie wieder herunter zu stossen eine völlige Unmöglichkeit ist. Wir können nicht einmal sagen, dass wir diese Entwickelung beklagen. Ob die Haustochter früherer Generationen mit ihrem Sticken und Romanlesen das Ideal darstellt, ist noch sehr zu bezweifeln. Wer weiss, wie manches Seelenleben da verkümmert ist. Der freiere Verkehr, die Kameradschaft, die Erweiterung der Interessensphären hat an und für sich keineswegs dem altjüdischen צניעות geschadet. Ein frischer Zug gebt durch diese Mädchenseelen, der nicht zu geringstem auch der Erziehung zum Judentum zu Gute kommt. Was sind das alles für prächtige Menschenkinder, die neben ihrem Berufe noch die Zeit finden, viel tiefer als es frühere Generationen getan in die Quellen unserer Lehre einzudringen. Nein, wie wir unsere Mütter, unsere Schwestern und auch unsere Töchter — immer in dem Kreise, den ich oben eingegrenzt — gesehen und sehen, so ist es die rechte Mitte, die in den Augen der Menschen wohlgefällig und — wir sind dieser festen Ueberzeugung — auch in den Augen Gottes. Teilnehmend auch an den geistigen und höheren religiösen Interessen des Mannes, seine Stütze neben ihm, den Gesprächen der Männer lauschend, auch wo ein Thorawort geredet wird, je nach Veianlagung und Kenntnissen ihm folgend, das Haus repräsentierend, in Höhe und

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