Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische und ט ich tjü dis che Exegeten 41 deutet zunächst ״knurren, brummen; hier ist gemeint das Brummein, Murmeln eines Mannes, der in seiner unpunktierten Thorahandschrift mühsam Wort um Wort entziffert und mit halblauter Stimme ausspricht und immer das Gelesene repetiert und glossiert.“ Duhm vergisst bei dieser originellen Erklärung nur, dass ein Schriftgelehrter kein Theologieprofessor ist, der einen unpunktierten Text ״mühsam Wort um Wort entziffert“, dass er vielmehr einen solchen Text, zumal wenn es der Text der Thora ist, so leicht liest, wie der Professor sein deutsches gedrucktes Buch. Die Parallelstelle in Jos. 1,8 .והדת יום ולילד (auf die seitsamer Weise in dem Kommentar selbst hingewiesen wird), wo Josua ermahnt wird, immer in der Lehre zu sinnen, wäre nun also nach Duhm zu übersetzen: ״Du sollst darin murmeln Tag und Nacht.“ Es gibt ja überhaupt kein Werk der älteren oder neueren Literatur, wo die Zerstörungssucht der Kritik sich so schrankenlos austobt wie auf dem Gebiet der Bibel; aber Duhm gehört zu den unsympathischsten unter den Kritikern. Derselbe Geist wie in der Erklärung zu den Psalmen offenbart sich nun auch in seinem Jesajakommentar. Er konstruiert sich seinen Jesaja, und was in dieses Bild nicht passt, wird eben gestrichen, es stammt aus später und spätester Zeit. Zur Kennzeichnung seiner Methode der Kritik seien auch hier einige Bemerkungen angeführt. Von zwei Stücken, die in das Jesajabuch ״nicht hin- # eingehören,“ sagt er (Eiul. S. XIII): ״Warum sie an ihren jetzigen Ort gestellt sind, ist schwer zu sagen; vielleicht fand ihr Einsetzer hier zufällig einen freien Platz.(!!)“ Die poetische Stelle 1,15 ״ ידיכם דמ'ם מלאוeure Hände sind voll Blut,“ ist nach Duhm so zu verstehen, dass die Angeredeten, die eben opfern, wahrscheinlich wirkliches;Blut an den Händen haben.“ Neben der antisemitischen Denkweise, die überall hervortritt, wirkt auch die schnodderige Form häufig verletzend und abstossend. So wird zu 11, 16 ״Es wird eine Strasse sein für den Rest seines Volkes“ bemerkt: ״Die Strasse ist natürlich eine Wunderstrasse, eine Strasse durch Meere und Flüsse, wohl auch ausgestattet mit all den weiteren Wundern, Manna u. dgl., wie die Wanderung in der Wüste unter Mose. Die Späteren sind ausser-