Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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22 Eine messianisehe Bewegung usw. leicht auszugleichen, wenn wir ולא חפצתם lesen. Die Frommen weinen hierauf bitterlich, und Gott verzeiht ihnen, nennt sie wieder seine ״Heiligen und Mächtigen“. Ihr Lohn wird ihnen verheissen. Der Rest der Piska spricht in Kürze von dem Messias. Er verbringt seine Tage im Gefängnis, verlacht und verspottet von seinen Zeitgenossen, später jedoch, befreit von seinen Fesseln, herrschend über und betend für seine ehemaligen Widersacher. So weit die Analyse dieser Homilien. 2) R. Jose bar Hanina und die Abele Zion. Der einzige Anhaltspunkt für die Datierung des Zeitpunktes dieser Bewegung in der Pesikta, ist die Erwähnung des in der Aufschrift genannten Lehrers, der in Tiberias in den 40—60 Jahren des dritten Jahrhunderts blühte. Die Rekonstruktion des Namens im Texte beruht auf einer Vermutung. Es ist aber nicht sehr ratsam, auf Hypothesen Geschichte zu bauen. Ist diese Hypothese berechtigt? Gibt es in den Lehrsätzen dieses Lehrers etwas, was entweder seine Antipathie gegen die Abele Zion, oder seine spätere Sympathie mit derselben verrät, oder sind gar beide Einstellungen noch bemerkbar? Die Beantwortung dieser Frage muss der erste Schritt im Laufe unserer weitern Erforschung dieses Gegenstandes sein. In der Tat brauchen wir garnicht in die Ferne zu schweifen. Wir sehen in einem Lehrsätze eine offene Verurteilung aller Bestrebungen, die gewiss politischer Natur gewesen sein müssen, einer gewaltsamen Entfernung des fremden Joches von den Juden. Wie könnte man sonst folgenden Satz dieses Lehrers verstehen: שת• שברעות יש כאן אחת לישראל אחת לאומות העולם, נשבע לישראל י שלא ימרדו על המלטות, ונשבע למלטות שלא יקשו עול על ישראל שאם מקשים על ישראל חן גורמץ לקץ לבא שלא בעונתה (Cant. r. 2, 7).. Das zweimalige והשבעתי אתכם im H. L 2, 7 und 3,5 enthält nach diesem Lehrer eine doppelte Warnung und Verpflichtung. Gott beschwört Israel einerseits, ja nicht gegen die Mächte, unter deren Herrschaft es lebt, sich aufzulehnen. Andererseits aber sieht er darin eine Verpflichtung der Königreiche, das auf Israel lastende Joch ja nicht allzu schwer zu gestalten, denn sönst müsste Gott die Zeit der Erlösung