Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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20 Eine messianische Bewegung usw. Friedmann yermutet (p. 22) יום״ בר חדנא, R. Jose b. Hanina. Diese Ergänzung des Textes ist richtig. Wir werden weiter sehen, dass die Worte der Reue vorzüglich in die Lehre des R. Jose b. Hanina, eines Lehrers im dritten Jahrhundert, passen. Was sagt dieser Amora? Was tragen seine Worte bei zum Verständnis der Situation? Er sagt: ״Das Verdienst dieser Trauernden versammelt sie (מעמתת להון), und wir, in unserem Bedauern, dachten schlecht von ihnen!“ Friedmann, wie er Anm. י״ט kommentiert, hat diese Worte wieder auf die Völker der Welt bezogen (כלו׳ כך יאמרו האלמות). Nein, davon ist nichts im Texte. R. Jose b. Hanina gehörte zuerst zu den Gelehrten, die die Tätigkeit der messianischen Partei stark verurteilt haben, ihnen schlechte Absichten untergeschoben haben. Jetzt aber, da die Exulanten aus der Diaspora nach Palästina heimkehren, besinnt er sich eines Besseren. Der Agadist wie die צדיקי הדור erkennen nun die Verdienste der אבילי ציון an. Die Uneinigkeit zwischen der pro- und contra-messianischen Partei ist gewichen und der Friede wieder hergestellt. Der Friede wird durch die Ehrenbezeugungen für die Abele Zion seitens der Völker gekrönt. Hier ist wieder eine wichtige politische Mitteilung ausgesprochen. Herrscher und Nationen anerkennen die Rechte und Bestrebungen der messianischen Partei und ehren sie. Kein Wunder, dass der frühere Hass der jüdischen Gegner sich in Freundschaft verwandelt. Diese messianische Bewegung, das Verhalten der Freunde und der Gegner ist keine historische Unterschiebung, sondern klar und deutlich in der Homilie zu lesen. Es ist kein Bild der Bewegungen im XXten Jahrhundert, sondern eine treue Schilderung der Zustände im III ten Jahrhundert. Als wollte uns der Sammler der Pesikta rabbati von dem Vorwurfe befreien, dass wir zu viel in diese Homilie hineinlesen und noch mehr aus ihr herauslesen, hat er uns eine parallele Homilie zu Sech. IX. 9 aufbewahrt, die sich mit demselben Gegenstand beschäftigt. Diese ergänzt aber auch die erstere in einigen recht wichtigen Details und bereichert unser Wi33en in mehr als einem Punkte. Die zwei Homilien, das muss hier gleich