Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2292929-2293042-2293044--08053-2301335- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Isaiah 1× ep/1005097
OCR text
Eine messianische Bewegung ט sw. 17 haben. Wir müssen aber zuerst den Text analysieren und erklären, bevor wir denselben für unsere Zwecke benützen dürfen. 1) D ie Analyse der Homilien. Die Piska basiert auf Zech. IX, 9, der Text lautet: גילי מאד בת ציון, הריעי בת ירושלם, הנה מלכך יבוא לך, צדק ונושע, הוא עד ורכב אתונות p על חמוה ועל עיר Frohlocke gar sehr, Tochter Zions! Jauchze, Tochter Jerusalems! fürwahr dein König kommt zu dir, der Gerechte, der Heilbringer, er ist arm und reitet auf einem Esel, und auf einem Füllen, dem Jungen einer Eselin. Die Haftaroth der sieben Wochen vom 9. Ab bis zum Neujahrstage sind dem Buche Jesaja entlehnt. Wir kennen keine Ausnähme. Die Piska steht in unseren Ausgaben zwischen אנכי, d. h. Jes. 51, 12 für שופטים und קומי אורי Jes. 60, 1. für נצבים. Alle Pesiktoth können der Form nach in zwei Gruppen geteilt werden. Die erste mit den Anfangswmrten: ילמדנו רבעו und die zweite enthalten den Text aus dem Propheten Jesaja mit einem entsprechenden Propheten- oder Schriftwort eingeführt mit den Worten זה שאמר oder dgl. Das Textwort Zech. IX, 9 ist mit Jes. 61,9 zusammengestellt. Unmittelbar darauf folgt die Frage: כנגד מי אמרו ישעיה למקרא הזה? Antwort: לא אמרו אלא כנגד אבילי ציון. Diese, Trauernden Zions werden in Jes. 61,5 tatsächlich erwähnt. Der Prediger geht nun weiter und behauptet, dass v. 9 die Geschichte der Abele Zion enthält. Nach den guten Regeln der alten Homiletik wird für זרעם, ihre Nachkommenschaft, זרועם, ihr Arm gelesen. Durch den glorreichen Sieg der Trauernden über ihre Feinde, wird ihr Arm wohlbekannt werden unter den Nationen. Die Textänderung geschieht durch die homiletische Methode des אל תהי קורא. Es ist aber, fährt der Prediger fort, ganz fehlerhaft anzunehmen, dass der Sieg durch Militär und Kämpfe errungen werden wird. Die Sieger darf man sich keineswegs als Kämpfer und militärische Macht vorstellen. Gott ist ihre Stärke, Hilfe und Macht. Der Prediger geht nun zu Jes. 33, 2 über, wo er in ״ דדה זרועםSei ihr Arm״, einen Beleg für seine Textesänderung findet. Dann fährt er fort den letzten Vers zu erklären, in welchem er eine Reflexion der 2