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Jeschurun · 1925-11-01 · Heft 11-12 (November 1925) · p. Seite 507

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 11-12 (November 1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 507 (sequence 81)
Language
German
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rbesp re■ :hu n g en ־ 5 B lieh 507 •grössten Absch0ui:chkeit sexuel!«־*n Schmutzes watet״־. Warum aber den Jaden als Paradigma vorführen, wofür dot wiederum die Quel ea ausser dem Zweifelhaften, das die Prozessakten bringen, keine Belege bieten? Sollte sicht einer ZeP, in der diu (]•-usch-vö k:s־che ״Literafp.r44 den Juden als die lukarnierans: aller Lasier, als die fiid^ch-gewordene Unsitüinfckeit nia^tellt, iu einem jüiisckec Aator sich so et^ae wie ein Bedenken darüber regen, üiis-re« Todfeinden ein solches Makler auszuiiefers? Oder meint der Vf., •dass mit einer Gegen überstell ira g jener lüsternen Richter, die dem Dellq■.;entea die Namen all derer, die er vetfuhrt Laben soll, entreissen wollen, und der vornehmen Art, mit der Süss die Ehre dieser zu schützen weiss, LI die Schandtaten, die der A'^or di. sein sam Teil andichtet bat, ausgelöscht sind? Und dam! 20• h eins; Will der Richter ein Sittenbild, jener verworfc-nen Zeit geben, und glaubt er das nur reit staiken Mitteln zu erreichen, der ununterbrochenen Folge unzüchtiger Scecen,?0 mag ihm das hingehen. Aber die Bände weg vor׳ unseren Grossen des Geistes. Waa weiss er von R. Jonathan Eyb;■■n schlitz. dass er es v agen darf, offenbar ohne je eine Zeile von ihm gelesen zu haben, nur auf Grund sein er Kenntnis von je- 2er Note bei Gratz ein so veizerrtes Charakterbild zu entwerfen? Und ferner: merkwürdig, dass auch die jüdischen Autoren keinen anderen Ehrgeiz kennen, als jene Oden beit in sexual ibus zu bekunden, die ein Charakteristikum unserer Zeit ist und sich so völlig vom altjüäischen צניעות entfernt. Haben wir wirklich keine grösseren and würdigeren Gegenstände? Ist es Licht eine Schmach, dass die moderne jüdische Dichtung einem Roman wie Sienkewicz’ Quo vaiis nichts an die: Seite zu stellen hat, während das Märsyrerblut bei uns um ein tausendfaches mehr geflossen ist? Wie könnte Lion Feucht־ wanger mit der Gäbe, die ihm eigen, und von der *der vorliegende Roman trotz allem ein beredtes Zeichen ist, jene grössten Zeiten unseres Volkslebens lebendig machen! — k iV'äsii 300 Bilder — Einleitung von Sven Hedin mit ausführlich beschreibendem Text. — Herausgegeben von Georg Landauer, Meyer & Jessen Yerisg, München i925. ״Ich kann mich keines Flecks der Erde entsinnen, der einen tieferen und mächtigeren Eindruck auf mich gemacht hätte als Gcnezareth, das gali- ]äisebe Meer . . Lichte, unvergängliche Erinnerungen drängen sieh in mir auf, wenn ich an die kurzen Monate zurückdenke, die in diesem Lande zu verbringen mir vergönnt waren . . . Aber Worte reichen hier nicht aus. Diese Bildersammlung wird eine viel plastischere Darstellung vermitteln, wie Palästina sich dem Beschauer zeigt, als eine noch 80 eingehende Schilderung es vermöchte“ ... Diese Worte eines der grössten Geographen unserer Zeit, Sven Hedins deuten an, was wir von diesem Buche zu erwarten haben. Aber die Er- Wartungen werden noch übertroffea. Die schönen und charakteristischen

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