Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 460 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2292929-2293034-2293041--07955-2301237- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
460 Die neuesten Kämpfe usw. Schrifttums schleudert? *In illusorischer Verblendung“, sagt er, ״jagt sie einem Schatten nach, den Text selbst ausser Acht lassend, ihn selbstverständlich nie erreichend.0 Dieser Weg der Wissenschaft sei, wie er weiter anklagt, für die Menschheit ״ein Weg zur Kreuzigung, welcher die Seiten der Bibel mit Blut überflutet habe“ (S. 38). Aber hat er, wie oben durch Aufdeckung der Tatsachen nachgewiesen worden ist, in den Partien seines Buches nichts für den Sieg der Wahrheit leisten können, in denen er Beweise zu bringen versuchte, wieviel weniger in diesen Schlussworten, wo er nicht einmal den Versuch zur Erbringung eines Beweises für seine Anklagen macht!1). Leere Uebertreibungen und grelle Färbungen sind noch immer die schwächsten Mittel zur Vertuschung des wahren Tatbestandes der Wirklichkeit und der Wissenschaft gewesen. Stehen und Sitzen beim ״Lernen“. Von Rabbiner Dr. A Posner, Kiel. Wie diese kleine Studie zeigen wird, ist die Erörterung der Frage, ob man beim Lernen stehen oder sitzen solle, auch von der Zeit ihrer Behandlung abhängig, da der Besitz oder Nichtbesitz von Büchern in der Hand der Lernenden nicht ohne Bedeutung ist. Ein erstes Resultat für diese Frage ergibt die 4. Mischna des 1. Abschnitts von Aboth. Dort lesen wir den Ausspruch des Jose ben Joeser: Es sei dein Haus ein Versammlungshaus für die Weisen und bestaube dich mit dem Staub ihrer Füsse und trinke mit Durst ihre Worte. Für das zweite Mahnwort gibt der Bartinoro zur Stelle als zweite folgende Erklärung: Du sollst zu ihren Füssen an der Erde sitzen, denn also war es Brauch, dass der Lehrer auf einem Sessel sass, während die J) Mein Buch ״Hermeneutik des A. T. mit besonderer Berücksichtigung der modernen Probleme“ (1916) hat er bei seinen Anklagen jedenfalls nicht beachtet.