Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 458 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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458 Die neuesten Kämpfe usw׳. ginta ins Hebräische diente zur Schaffung der hebräisehen Sprache (S. 36). Und wie soll dies aufgezeigt werden? a) ״Das hebräische leatam bedeutet ״״auf Steine schneiden“״ (schreiben). Bei der Uebersetzung des Jr. 2, 22, wo das Verb kekelidose (beflecken, beschmutzen) gebraucht wird, benutzt der Uebersetzer das Wort katam, indem er das griechische Verb mit kikis (Tintennuss, Tinte) verbindet♦ leatam erhält eine neue Bedeutung ״beschmutzen“. Wenn hier nicht die Tatsache derUeber- Setzung aus dem Griechischen bestehen würde, so wäre zweifei־ los ein anderes Wort gebraucht worden. ״Beschmutzen, beschmieren“ hat in der hebräischen Sprache eine genügende Anzahl von Aequivaleaten“. Wie sieht es mit dieser Sache? Nun der Gr. hat in Jr. 2,22 xsxr^föcoaai מbist du doch befleckt durch deine mir gegenüber begangenen Ungerechtigkeiten“. Der Hebr. bietet die Formen 70%.״ נננתםist doch deine Uebertretung vor mir gleichsam eingeschnitten oder aufgeschrieben“. Die Wahl des Verbs katham ist ebensowenig von dem x7jXtooov des Gr. abhängig, wie dieses von jenem. Vielmehr hat der Grieche dem vorhergehenden Satze ״Wenn du auch mit Laugensalz ab waschen würdest usw.“ die Ausdrucks weise ״so bist du doch noch beschmutzt“ angeähnelt. Folglich hat er den sekundären Wortlaut. ß) ״Das hebräische rahab bedeutet ״״sich aufblähen, aufregen״“. In Hi. 26,12 wird es beim Begriff ״״Seeungehuer““ angewandt. Das erklärt sich dadurch, dass das griechische Original den [!] Aequivalent kitos besitzt, welchen die Uebersetzer irrtümlicherweise mit dem griechischen Verb kyo ״״sich aufblähen, aufregen““ in Verbindung gebracht haben und für ketos ״ ״Seeungeheuer“״ als Verbalableitung angenommen haben“ (S. 37). Welch luftiges Gerede! Denn in Hi. 26, 12 hat der Gr. tö x^xoc ״Seeungeheuer und ähnlich“ und der Hebr. rahab, רהב, und auch dieses hat den Sinn von ״Seeungeheuer“ (Hi. 9, 13 usw.). Also sinkt auch dieser Beweisversuch in sich zusammen. Das also vergebliche Bemühen Derjugins, seiner Auf- Stellung auch noch die Turmspitze zu geben, dass die Ueber- Setzung des Griechischen ins Hebräische sogar noch zur Schaffung