Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- Seite 451 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Die neuesten Kämpfe usw. 451 die Uebersetzung: (.solches tut) Erlöser“. Welcher Luftstreich! Im Hebr. stehfc ja: ״unser Erlöser ist Ja..e der Heerscharen״. Dies schien aber dem Gr. nicht in dem Zusammenhang za passen. Er meinte, auch in V. 4 müsse direkt von Babel gesprochen sein. Deshalb hat er das ״unser״ in cje ״dich״ verwandelt. Das ist eine von den Erleichterungen, die der Gr. oft (vgl. die Sammlung in meinem Genesiskommentar 1925, 22 f.) erklärlicherweise für seine Leser gegeben hat, wie er ja z. B. die ״Straus3e״ (Jes. 13, 21) in Sirenen verwandelt hat. Wie aber ist Derjugin zu seinem Urtext(!) ״der dich von der Höhe herabgestürzt hat“ gekommen? Er sagt: ״Das Verb risamenos (eig. ripsamenos) haben die Uebersetzer von riomai ״״erlösen״״ abgeleitet, anstatt riplo ״״herabstürzen“״ (S. 29). Welches Bündel von Verkehrtheiten! Denn das im Gr. stehende poaap.svos kommt ja von pösaDat ״an sich ziehen aus der Gefahr erretten“. Also das posajxEvo«; des Gr. stimmt mit dem gö'el des Hebr. zusammen. ö- ״Ps. 147, 4 anstatt wie die schnell dahineilende Morgenröte lautet die Uebersetzung bis zum Schnellen. Das Wort eos ist übersetzt mit bis zum Schnellem eos (die Morgenröte) ist als eos (bis) missverstanden worden״. Aber, wer hat da missverstanden? Der Gr. bietet ja in 147, 4 xa^oü?, und der Hbr. hat in 147, 15 ״bis zur Eile sogar in Eile“, nämlich wird lauten sein Wort. Von rfa ״Morgenröte“ ist im Gr. nichts zu sehen. s) ״Jes. 33, 16 anstatt TrinJcwasser gibt die Ueber- Setzung sein Wasser hat er gewiss. Anstatt pino (trinken) ist die Ableitung von pistos (gewiss, sicher) angewandt worden.* Jedoch der Gr. hat ja xal xo ü$<!>p auxoö tzigtov, wie der Hebr. memäw ne’emanim, welche Aussage einen guten Sinn hat und auch in den Zusammenhang passt. Welcher Fehlgriff also, beim griechischen Jes. 33,16 von 7rtva> ״trinken“ zu sprechen! Doch will ich von hier an meinem Erstaunen über die Behauptungen Derjugins möglichst wenig Ausdruck verleihen. Ihre unbegreifliche Fehlerhaftigkeit wird ja jedem Leser von selbst einleuchten, wenn ich auch nur objektiv die Tatsachen auf decke.