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Jeschurun · 1925-11-01 · Heft 11-12 (November 1925) · p. Seite 449

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 11-12 (November 1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 449 (sequence 23)
Language
German
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Die neuesten Kämpfe usw. 449 mit beissender Satire zum Ausdruck gebracht1). Vergeblich ist wieder einmal von Derjugin das in unserer Zeit leider nicht ganz neue Rezept ״Was in den Quellen steht, wird ignoriert, und was nicht in ihnen steht, wird konstruiert״ zur Anwendung gebracht worden. Natürlicherweise wül er diesen kulturgeschichtliehen Beweis für seine Aufstellung, dass die griechische Form des A. Ts. dessen ursprüngliche Gestalt sei, durch den Zusatz abschliessen, dass die in Palästina ansässigen Juden die in griechischer Sprache geschriebenen Bücher auch in der von ihnen festgehaltenen hebräischen Sprache hätten besitzen wollen. Der Text, welcher ״in der ägyptischen Kolonie der Juden entstanden war״, musste hier in Palästina ״vor allem seiner literarischen Form nach hebräisch sein״ (S. 22). So ״ist die hebräische Redaktion des Textes eine Uebersetzung der Septuaginta״ (S. 25). Ueber das darin wieder so naiv sich zeigende Umherspringen zwischen ״Redaktion״ und ״Ueber- Setzung״ s. 0.! Mit der oben nach gewiesenen Unhaltbarbeit der Grundlagen seiner Aufstellung ist selbstverständlich auch zugleich die Unbegründetheit der aus ihr gezogenen Konsequenz aufgezeigt. 2. Begreiflicherweise lässt Derjugin den von ihm 80 gemachten Versuch, seine Hypothese aus der späteren Aus- Wanderungsgeschichte Israels abzuleiten, in die Frage ausklingen: ״Kann sie durch den biblischen Text selbst, durch seine Philologie bewiesen werden?״ (S. 25). Dass dies geschehen könne, ist ihm so sicher, dass er sich folgenden Satz leistet: ״Die Tatsache, dass die Wissenschaft die Uebersetzung des hebräischen Textes aus dem Griechischen nicht bemerkt hat, muss als psychologisches Rätsel angesehen werden״ (S. 25). Wer sollte da nicht gespannt sein, nunmehr die philologischen Tatsachen kennen zu lernen, durch die er das hebräische A. T. als eine Uebersetzung aus dem griechischen erweisen will? Folgen wir also dieser seiner Beweisführung in ihren sechs Unterabteilungen! 1) Wie deutlich ersehen wir dies aus den zwei Büchern von Josephus ״Contra Apionem“ l

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