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Jeschurun · 1925-11-01 · Heft 11-12 (November 1925) · p. Seite 445

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 11-12 (November 1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 445 (sequence 19)
Language
German
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Die neuesten Kämpfe usw. 44fr Selbstverständlich erscheint diese Aufstellung einem so grotesk, dass man sie gar keiner Einzelbeurteilung für würdig hält. Aber es ist schon oft zum Schaden der Wissenschaft ausgeschlagen, wenn sie sich für zu erhaben hielt, um auf alle sie betreffenden Meinungen zu achten und deren Gründe zu beleuchten. Die Outsiders denken und sagen dann immer, dass die Fachleute nur nicht imstande seien, die von ihnen erhobenen Einwände zu entkräften. Wer denkt nicht daran, dass bis in die letzten Monate herein auf dem Gebiete der Pentateuchkritik den akademischen Alttestamentlern der Vorwurf gemacht worden ist, dass sie die Arbeiten der Gegner ignorierten? Wie ich deshalb in meinem Vorlesungen und Schriften es stets für meine Pflicht gehalten habe, alle mir bekannt gewordenen Arbeiten über das betreffende Gebiet zu berücksichtigen1), so halte ich auch dieser neuesten LXX-Beurteilung gegenüber es für die Pflicht der Wissenschaft, alle von ihrem Urheber geltend gemachten Grundlagen derselben auf ihre Haltbarkeit zu prüfen. Und was nun mächt er als solche Grundlagen geltend? 1. Eine erste Gruppe der von ihm vorgebrachten Beweismittel kann die inhaltlich -kulturgeschichtliehe genannt werden. Er geht nämlich von dem Satze aus: ״Schon seit langem machten sich Versuche bemerkbar, eine Erklärung dafür zu finden, woher es kommt, dass sich die Ideen der griechischen Philosophie im Bibeltexte so scharf widerspiegeln* (S. 10). ״Plato lebte nach Moses, dagegen stossen wir in dem sogenannten Pentateuch auf Ideen, die seiner Philosophie angehören. Diese Versuche sind jedoch umsonst, und keine der schönen Phrasen über Plato, den ממattischen Moses““ — wie er von einigen Apologeten des Christentums genannt wird — lösen die Frage über Moses und Plato“ (S. 11). Das sind selbstverständlich nichts als leere Worte. Hätte er doch sich die Mühe genommen, den Nachweis zu führen, welche Ideen 1) Wieder mein Genesiskommentar (1925) ist des Zeuge. 2

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