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Jeschurun · 1925-11-01 · Heft 11-12 (November 1925) · p. Seite 444

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 11-12 (November 1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 444 (sequence 18)
Language
German
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444 Die Einstellung der Amoraim usw. nie überhebliche, eigene Einschätzung verbunden mit der achtungsvollen, aber nie schmeichelnden, Anerkennung der Werte der anderen. Die neuesten Kämpfe um den Wert der Septuaginta. Von Geheimrat Ed. König in Bonn. II. Eine zweite Sturmwelle gegen die bisherige Beurteilung der LXX tost mit so wilder Gewalt heran, als könnte sie einen völligen Umsturz der bisherigen Anschauung zuwege bringen. Dieser Angriff ist in einer vor kurzem in Petersburg veröffentlichten Schrift ״Bibel und Griechen״ von Theod. Derjugin (Leningrad, Brounitzraja 16) 1925 gemacht worden1). Er behauptet nämlich nichts Geringeres, als ״Die all־־ gemein angenommene Ansicht, die Septuaginta sei die Uebersetzung, ist irrtümlich“ (S. 9) oder ״Der Bibel•־ text ist von den Griechen geschaffen worden״ (S. 10) usw. in immer neuen Wendungen. Allerdings redet er dazwischen einige Male von der ״hebräischen Redaktion“ (z. B. S. 9. 37). Aber dies tut er entweder aus der ihm anhaftenden Unklarheit, die nicht die Schöpfung eines literarischen Werkes von dessen textkritischer oder literarischer Ummodelung zu unterscheiden weiss, oder er tut es, um unkritische Leser durch die Ein- Streuung solcher missverständlichen Ausdrücke womöglich von ihrem Staunen über die absolute Neuheit seiner wirklichen Meinung sich erholen zu lassen. Diese seine tatsächliche Behauptung ist, wie schon erwähnt, die, dass die im A. T. gesammelte Literatur ihre originale Gestalt in ihrer griechischen Form besitze, während ihre hebräische Form die ״Ueber- Setzung״ bilde, wie er unendlich oft (S. 28—36) sich ausdrückt. ג) Aus dem Russischen übersetzt von L. Hahn und hinterher in Verlag genommen von Dörffling & Franke (Leipzig).

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