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Jeschurun · 1925-11-01 · Heft 11-12 (November 1925) · p. Seite 430

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 11-12 (November 1925)
Date
1925-11-01
Page
Seite 430 (sequence 4)
Language
German
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430 Die Einstellung der Amoraim usw. inneren Frieden mit Rom sehr verstärken. Hatte man jetzt unter der römischen Herrschaft weniger zu leiden, 80 war es leichter, die alte Feindschaft zu vergessen und die gegenwärtigen Herrscher nicht der Unbilden wegen zu hassen, die ihre Vorganger dem jüdischen Volke angetan hatten. Härter über Rom scheinen aber auch damals die aus Babylonien stammenden Gelehrten geurteilt zu haben. Sie empfanden gar nicht 80 sehr die Wendung zum Besseren in den jetzigen Verhältnissen Palästinas, und manche Plackereien einzelner Beamten mögen ihnen viel drückender erschienen sein, wenn sie an das freie Leben in der Heimat unter der milden parthischen Herrschaft dachten. Der aus dem Zweistromlande eingewanderte Zeitgenösse Rabbis, R. Chija, preist Babel als das Asyl des von Rom verfolgten Israel. ״Gtt wusste, dass Israel die Bedrückung der Edomiter nicht ertragen könnte; deshalb sandte er es nach Babel in die Verbannung03). Aber der Sturz der Partherherrschaft und die Verfolgungssucht der Chabbare* * * 4), der Feuerpriester der siegreichen Neuperser, lies8 diesen gegenüber die Römer als das geringere Uebel erscheinen. Rab, der Schüler und Neffe R. Chija’8 meint: ״Besser unter Herrschaft der Ismaeliten (Araber) als unter den Römern; besser unter den Römern als unter den^Chabbare“5). Solche Aeusserung Rabs ist der Ausdruck der Abneigung gegen die Neuperser, nicht der Zuneigung für die Araber oder gar die Römer. Grund genug, über die neuen Herrscher Babyloniens zu klagen, hatten die Juden wahrlich. Ihre bisher so günstige politische Lage schien durch den Sieg des Sassaniden Ardaschir6) aufs äusserste gefährdet. Die Hauptstütze des neuen Herrschers waren die fanatischen Priester der persischen National- S. 337; Funk, Geschichte der Juden in Babylonien I, Note III; Krauss, Antomnus und Rabbi. Leszynsky, Die Lösung des Antoninusrätsels. 8) Gittin 17 a. 4) חברי Magier, Zauberer, s. Noldecke, Tabari S. 68, Anm. 1. h) Sabb. 11a. 6) Zwischen den Jahren 224 und 226.

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