Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1925)
- Date
- 1925-11-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2292929-2293034-2293041--07924-2301206- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
urun 12. Jahrgang 5686 כסלו — טבת Heft 11/12 November—Dezemb er 192S Die Einstellung der Amoraim des dritten Jahrhunderts zu den Nichtjuden. Von Dr. Moses Auerbach, Berlin. Die furchtbaren Wunden, die dem jüdischen Volke durch die Hadrianisehen Verfolgungen geschlagen waren, begannen unter der milderen Regierung eines Antoninus Pius zu vernarben. Mit dem Nachlassen des Druckes von aussen nimmt auch die Erbitterung der Juden gegen ihre Besieger ab. Keineswegs hat man die schweren Leiden vergessen, aber es zeigt sich das Bestreben, mit der Tatsache der römischen Herrschaft sich abzufinden. Man beginnt, auch die Leistungen der Römer anzuerkennen. Wohl begegnete R. Jehuda bär llai dem Widerspruch seines Kollegen R. Simon ben Jochai, als er die Vorzüge ״jenes Volkes“ rühmte, das ״Strassen und Brücken baute und Bäder anlegte1״), aber es ist doch bemerkenswert, dass selbst in der Generation, die unter Hadrians Schergen so schwer gelitten * hatte, sich eine Stimme der ruhigen Beurteilung der Vorteile die man tatsächlich den Römern verdankt, vernehmen lässt. Wenige Jahrzehnte später musste das freundliche, ja freundschafftiche Verhältnis Rabbis zu Antoninus2) die Neigung zum *) Sabb. 33 b. \ 2) zur Antoninusfrage vgl. Rapaport, Kerem Chemed IV, S. 209ff., V, S. 138ff., Erech Millin s. v. אנטובינוס S. 135ff. und Anhang S. 263; Krochmal, Hechaluz II, S. 72; Grätz, Monatsschrift I, 232; Hoffmann, Mar Samuel, S. 62 ff., aber auch Magazin XIX, S. 50 ff., Z. f. H. B. V, S. 101, Halevy, Dor. Har. II, S. 9ff. und S. 56f.; Jawitz, Toi. Isr. VI, 1