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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 419

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 419 (sequence 85)
Language
German
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Die sieben ägyptischen Hungerjahre 419 in den Hnngernotjahren hinansgegeben habe, wodurch der Bevölkerung frischer Mut und neue Lebensenergien eingeflösst wurden. Damit überschritt gewissennassen die Krise ihren Höhepunkt, verlor die Hungersnot ihren! gefährlichsten, deprimierenden Einfluss auf die Mentalität der schwergeprüften Bevölkerung. Vulgär gesprochen: man ״sah sich wieder hinaus“ oder in die Ausdrucksweise der hinter uns liegenden Kriegswirtschaft übertragen: Der ״Abbau“ der Hungersnot war eingeleitet, man beschäftigte sich bereits mit deno Problem der ״Uebergangswirtschaft“. Der Misswachs dauert zwar noch fort, aber man stellt mit Befriedigung fest, dass das jetzt dem humus anvertraute Saatgut wenigstens kümmerlichen, kaum nennenswerten Ertrag liefert. In diesem Sinn bildet das Eintreffen des Stammvaters in Aegypten und sein dem Pharao erteilter Segenspruch einen Wendepunkt in der ägyptischen Not und Drangsal und Raschi kann mit Recht behaupten, dass בזכות יעקב בלה הרעב, das Verdienst des frommen, in Aegypten eingewanderten Stammvaters seinem Gastvolke zum Segen geworden sei44). Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus muss übrigens an den wiederholt zitierten V. 18 von Kap. 47 und an die sich daran an- 44) Wir verhehlen uns nicht, dass die Pfeiler der unsererseits zwischen Raschi and Ramban gezimmerten Yerständigungsbrficke auf der Voraussetzung fundiert sind, dass die Zeitangaben der Bibel a. a. 0.: ותת& השנת ההיא und בשנה השנית in dem Sinne gedeutet werden, wie dies seitens zahlreicher Kommentatoren geschieht, dass nämlich diese Verhandlnngen zwischen Josef und den Aegyptern sich gegen Schluss des ״ersten״ bezw. ״zweiten״ Hungersnotjahres abspielten, 80 dass in diesem Falle der in Kap. 47, V. 18 und 19 beschriebene, von den Aegyptern an Josef gerichtete Appell zeitlich unmittelbar der Ankunft des Stammvaters in Mizrajim folgt. Verlegt man aber die erwähnten Zeitbestimmungen gemäss der Auffassung einzelner Erklärer in das erste, bezw. zweite Jahr nach dem Eintreffen der Gäste aus Kanaan oder akzeptiert man gar die Hypothese des Storno, der die Worte בשנה ההיא in אחד שאפס הכסף והיא חיתח השנה הששית לשני הרעב und die Worte בשנה השנית in השנית מזמן שתם הכסןו והיא חיתה השנה השביעית לשני הרעב umdeutet, dann stehen B&schis Worte: סביון שבא יעקב למערים באח ברכה לרגליו unserer Erklärung wie eine Mauer im Wege. XJebrigen8 steht die Tanchumah-Stelle, auf die sich Raschi zu Kap. 47, V. 10 beruft, nicht hier in unserer Sidrah, sondern (wie schon Berliner Raathiausgabe verzeichnet) 26 נשא.

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