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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 406

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 406 (sequence 72)
Language
German
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406 Die 10 Kalwachomer der Tora II Kön. 10, 4. Ez. 33, 24 (Tosefta Sota 6, 8). Spr. 17, 7; 19,10; 21,27. Hiob 4,19; 15,16; 25,6 u. a. m. R. Wolf Einhorn in seinem Kommentar פ״רוש מהרז״ו gibt an, dass er ausser den zitierten 10 Kalwachomer in der Schrift noch 40 gezählt habe. Er sucht das Rätsel zu lösen, indem er sagt, die anderen Stellen enthalten keine eigentliche Schlussfolgerung, durch die etwas bewiesen werde, sondern dort sei der Kalwachomer nur ein Redeschmuck, nur eine formelle Wendung. Einen ähnlichen Standpunkt nimmt R. Samuel Aschkenasi in seinem Kommentar יפה תואר ein und sucht darzulegen, dass an den anderen Stellen der Kalwachomer nur eine Form sei, die sachlich entbehrlich wäre. Aber dieser Lösungsversuch der Kommentatoren befriedigt nicht, da die Unterscheidung zwischen den 10 aufgezählten Stellen und den anderen nicht einleuchtend erscheint. Bemerkenswert ist, dass Jalkut Gen. § 150, ebenso Jalkut Sam. § 132 nur 9 Stellen zitiert und den Satz Ez. 15, 5 weglässt, wobei im Jalkut Sam. hinzugefugt ist, dass nach der Lesart von Kalonymos aus Rom dieser Satz aus Ezechiel zu ergänzen sei. Bemerkenswert ist ferner, dass, worauf Bacher A.d.T. I S. 241 hin weist, in dem Massorawerk Ochla weochla unter Nr. 182 und 183 der Ausgabe Frensdorf statt des Satzes Ez. 15, 5 an erster Stelle der Satz Gen. 4, 23 zitiert wird. A. Schwarz behandelt die Frage in seinem Buche ,Der hermeneutische Syllogismus“ S. 85f. ausführlich und behauptet, dass ursprünglich die Baraita nur das erste Beispiel Gen. 44,8 enthalten habe. Die anderen 9 Stellen seien diejenigen, eine Schlussfolgerung enthaltenden Sätze der Schrift gewesen, welche wie Gen. 44, 8 mit der charakteristischen Formel הן eingeleitet werden und zwar Ex. 6,12. Deut. 31, 27. Ps. 78, 19. Spr. 11, 31. Hiob 4, 18; 9, 11; 15, 15; 25, 5; 41,1. Aber diese Hypothese ist, wie B a c h e r a. a. 0. hervorhebt, trotz ihres Scharfsinns abzuweisen, da man nicht einsieht, weshalb an die Stelle der durch das gemeinsame הן leicht sich einprägenden Beispiele andere, völlig unmotivierte getreten seien. Ueberdies wird doch Num. 12, 14 in der Baraita des R. Ismael über die 13 Midot zitiert.

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