Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 404 (sequence 70)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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404 Die Mischna-Konkordanz Die Namenbezeichnung ♦ . . בן erscheint besonders oft in der Liste der Tempelbeamten M. Schekalim V,l, Tos. 11,14 (177,2ff.). — בן ארזה der nach mehrfachen Angaben der M. (dort; ferner Tamid VII,3) על הצלצל über ein Musikinstrument gesetzt war, heisst in der T.; אחא (ohne בן) und sein Amt wird als על הדוק bezeichnet, was ja dasselbe bedeutet. Es ist jedenfalls בן ארזא ארזא, somit dürfte der Name auf seine Statur oder auf seine Stärke, die gleich einer Zeder war, hinweisen. Aus der M. erfährt man, dass der Oberpförtner des Heiligtums (בן גבר (על נעילת שערים hiess; dagegen nennt die Tos. den R. Johanan b. גודגדא in gleichem Amte. Wir werden kaum irre gehen, wenn wir בן גבר nicht als eigentlichen Namen, sondern als volkstümliche Bezeichnung jenes Amttragenden ansehen. Das Oeffnen der Pforten geschah gewöhnlich zur Zeit der קריאת הגבר, d. h. beim Hahnenkrähen, und der Tempelbeamte, der zu jener frühen Stunde seines Amtes zu walten hatte, wurde im Volksmunde ״ בן גברder Hahnenmann0 genannt. — בן טוטפת (T) durfte nach seinen besonders schönen תפלין so genannt worden sein9). Dass man es notwendig hielt, derartige Bezeichnungen zu geben, wird wohl seinen Grund darin haben, dass sehr viele in Jerusalem die gleichen Namen, etwa: יוחנן, שמעון, יהוסף führten10); so mussten die in der Oefifentlichkeit stehenden Männer, deren Namen oft genannt wurden, durch einen בנוי von einander unterschieden werden. — Der Priester בן בוכרי (M. Schekalim 1,4) wird wohl ein בכור gewesen sein; בן מגופת in Jerusalem (Jebam. VIII,4) war wahrscheinlieh ein Koch, der mit dem מגוסת genannten Küchengerät zu tun hatte. Dass eine derartige Bezeichnung, so auffällig sie auch sein mag, nicht unmöglich ist, weiss ich aus einer treffenden Bemerkung Immanuel Löw’s11), wonach die Bäckerfamilie בית גרמו nach dem Aramäischen ״ גרומאWalker“, mit dem sie 9) Freilich wäre auch טוטפת als Eigenname denkbar, wie wir קדיספא und ציצת קריספדה kennen. Jedoch kommt ,מ meines Wissens sonst nicht vor. 10) Das sieht man aus den zahlreichen Ossuarinschriften, die ich in meinem Jüd.-Paläst. Corp. Inscr. I (Jerusalem) mitteilte. ״) Brieflich an mich am י' תמוז dieses Jahres.