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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 397

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 397 (sequence 63)
Language
German
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Das Alter des phönikischen Alphabetes 397 Hatsepsut und Thutmosis III. und damit Grimmes Datierung der Inschriften als richtig an. Die Arbeit von Johannes Sundwall: .,Der Ursprung der kretischen Schrift (1920)“ setzt sich mit den Dingen auseinander, die zur Annahme kretischen Ursprungs der phönikischen Schrift geführt hatten. Der ägyptische Ursprung des semitischen Alphabets scheint Sundwall durch die Petrieschen Funde erwiesen. Die nicht zu leugnende Aehnlichkeit der kretischen und phönikischen Schrift erklärt sich daraus, dass beide auf eine gemeinsame Quelle, das Aegyptische, zurückgehen. Alles auf Grund der Sinaischrift über die Entstehung des phönikischen Alphabets Vermutete und Bewiesene wird aber widerlegt oder doch stark in seiner Sicherheit durch Funde erschüttert, die neuerdings wieder gemacht wurden. Im Jahre 1923 fand Montet bei seinen Ausgrabungen in Byblos auf dem Sarkophag in einem der Königsgräoer eine phönikische Inschrift. Er berichtet darüber sofort in seinen Briefen an den ständigen Sekretär der Academie des Inscriptions Cagnat1 2). Die Inschrift wurde untersucht in den Schriften : Dussaud, ״Les inscriptions du Tombeau d’AIjuram“^) und Gressmann, ״Die Königsgräber in Byblos“3). Es handelt sich um das Grab des Ahiram, König von Byblos, das ihm sein Sohn Ipphesba'al bauen liess. Die Beisetzung fand zur Zeit des Ramses II. statt, wie aus zwei in dem Grabe aufgefundenen Gefäßen hervorgeht. Da Dussaud nachgewiesen hat, dass Sarkophag und Inschrift gleichaltrig sind, ist hiermit die Datierung der Inschrift gegeben. Die hier gefundene Inschrift müsste, wenn sie die Richtigkeit der Gardiner-Setheschen Theorie beweisen sollte, in ihren Zeichen Uebergangsformen zwischen sinaitischen Typen und denen der Mesaschrift aufweisen. Dies ist aber nicht der Fall. Schon in seinen Berichten über die Funde an Cagnat sagt Montet: ״S’ilrestait encore des partisans ä la theorie de de Rouge ils seraient obliges de reconnaitre que ces signes alphabetiques du ף Syria, IV., 1923. 2) Syria V, 2, 1924. 3) Z. f. a. W. 1925.

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