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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 396

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 396 (sequence 62)
Language
German
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896 Das Alter des phönikisehen Alphabetes Wie Gardiner zieht auch Grimme zur Deutung der Sinaischrifc die phönikischen Buchstabennamen heran, doch erst nachdem er durch eine neue Methode die Bedeutung aller Namen gefunden zu haben glaubt. Er erkennt in der An- Ordnung des Alphabets eine Ordnung nach Gruppen zusammengehöriger Begriffe. Mit Hilfe der noch deutlich erkennbaren Gruppen versucht er die anderen zu rekonstruieren. Ferner vergleicht er die Namen Lamed, Nun, Samekh, Sin mit den abweichenden südsemitischen Namen Lawe, Nafcas, Sat, Sant die gleichfalls alt seien und zur Betrachtung mit herangezogen werden müssten. Was Grimme mit Hilfe der durch diese Methode gefundenen 22 Buchstaben aus den Inschriften liest, wie er die gelesenen Texte erklärt und zu welchen Vermutungen ihn das Gefundene in Vergleichung mit dem Exodus bringt, fällt zum grössten Teil nicht in den Rahmen dieser Betrachtungen. Einiges gehört aber doch in diesen Zusammenhang, da es ihn zur Datierung der Abfassung der Inschriften und — nach seiner oben erwähnten Annahme — der Erfindung der Sinaischrift führt. Grimme erklärt ein טחותמש gelesenes Wort als Thutmosis. Der Verfasser der Inschrift, der sich an einer anderen Stelle einen Sohn der Hatsepsut nennt und dieser Pharaonin seinen Dank für die ihm erwiesene Güte ausspricht, zeigt sich als dem Pharao Thutmosis III. feindlich gesinnt. Daraus hauptsächlich schliesst Grimme, dass die Inschriften zur Zeit der Regierung des Thutmosis III. kurz nach dem Tode Hatäepsut. also um das Jahr 1500, von einem ihrer Anhänger (einem Semiten) verfasst worden seien. Auch für Grimme ist die Sinaischrift das Mutteralphabet der Phönikischen. Auf Grimmes Ausführungen nimmt bezug die Schrift: ״Die althebräischen Inschriften vom Sinai und ihre historische Bedeutung1924) ״) von Daniel Völter. Völter übt an Grimmes Lesungen Kritik, und dem entsprechend besonders an seinen Folgerungen. Doch erkennt er die Feststellung der Namen

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