Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 387 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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Exegetische Beiträge 387 So auch Gesenius, Hitzig und Ewald. Duhm7 hat scharfsinnig *erkannt, dass רהב הם שבת kein von Gott verliehener Spitzname sein kann, hat aber den richtigen Gedanken, auf den gerade לזאת hinweist, auch nicht erfasst. So wusste er sich nicht anders zu helfen, als durch die Theorie der Randglossen. Er schreibt: ״Die emphatische Voranstellung von מצרים hat keine Berechtigung. Wahrscheinlich ist das Wort eine Glosse zu dem עם■ v. 6, aus 4er Zeit herrührend, wo v. 6f. noch nicht mit 1—5 verbunden8 also eine nähere Bezeichnung des nutzlosen Volkes von Nöten war. Wird es gestrichen, so erhält man aus dem Schluss von v. 6 und v. 7 a ein Distichon, das dem von v. 5 (nach unserer Lesung) gut entspricht: das Volk nützt und hilft nicht. Sonderbar ist v. 7 b. ״Darum nenne ich (wer? Gott oder der Prophet oder ein Dritter9) dieses (was?): rahab hem schabet.“ Dass Gott als wäre er ein Mensch, oder auch sein Prophet Aegypten wegen seiner Untätigkeit oder Nachlässigkeit mit einem Spitznamen belegen sollte, ist ein zu abenteuerlicher Gedanke, als dass man ihn dem Jesaja oder auch einem anderen alten Schriftsteller Zutrauen dürfte. Wahrscheinlich rührt also die spöttische Randglosse von einem Leserher *{Von mir gesperrt. G.) . . . Der Glossator denkt bei seinem לזאת offenbar an das Land (fern.!) .... TVegen des לכן muss המשבת im Vorhergehenden stecken und zwar nicht bloss dem Sinne, sondern auch dem Ausdruck nach. Deshalb lese ich ד המישמת, Rahab der Wüsten. Dies משמת hat der Glossator in der Ueberschrift zu lesen geglaubt und wendet es nun mit boshaften Witz auf Aegypten an, dem ja das scharfe Urteil des Propheten gilt: ״darum“, weil Ägypten unfähig ist zu ״jeglichem“ Tun, nenne ich es Rahab der Wüste“. . . 7) Das Buch Jesaia (Göttinger Eandkommentar z. alten Testam.) 3. Aufi. S. 192. 8) Gegen diese Annahme, die auf der Ansicht beruht, dass משא in v. 6 Orakel bedeutet, vgl. meine Ausführungen in meinen Exeget. Beiträgen I. S. 28. 9) Diese Frage ist ganz unverständlich, da doch alles Frühere und Spätere als Worte Gottes mitgeteilt ist.