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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 370

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 370 (sequence 36)
Language
German
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87 0 Jüdische Kulturromane usw. Dieser Hass hat durch die jüngste politische Entwicklung im Orient neue Nahrung bekommen: Die Franzosen betrachten die Balfour-Deklaration mir ihrer Befriedigung nationaler Aspirationen auf Palästina als einen Affront, ein Eingreifen in ihre Machtsphäre, als eine direkte Verkürzung ihrer Ansprüche auf das südliche Syrien. Kein Wunder, dass Eifersucht auf Britannien, chauvinistischer Hass auf die angeblich britischen Protektionskinder, die Juden nämlich, manche französische Feder in Bewegung setzt. Charakteristischer weise ist auch das vorliegende Buch: Quand Israel est roi dem bekannten Nationalisten ־ Apostel Maurice Barr es (״notre raaitre et ami“) gewidmet. Es behandelt die Periode der Bolschewisten- Herrschaft in Ungarn (1918) und scheint ganz ein Produkt der chauvinistischen Hass־ und Iletzwelie zu sein, die jetzt über Frankreich sich ergiesst. Bezeichnend für den Geist des ganzen Buches, wie ein Flammenzeichen das Ganze grell beleuchtend, sind die Schlussworte des letzten Kapitels: Der Verfasser ist in Budapest (dies ist Hauptort der ״Handlung*) Zeuge der wahnwitzigen Austreibungen Hunderter galizischer Judenfamilien; dieselben Eisenbahnzüge, die drei Tage vorher von Budapest nach Wien, nach Prag oder Bukarest abgefahren waren, sieht er drei Tage später genau so vollbepackt mit unglücklichen Opfern nach Budapest zurückkehren, weil ihnen überall die Grenzen versperrt werden; diese rollenden Züge, dieser unaufhaltsame Zug irrender Juden erscheint dem Verfasser unter dem Bilde der Wanderuogen des Ewigen Juden, ruhelos von einem Ort zum andern hin und her getrieben. Und da lässt der Verfasser den Zuschauer dieses wandernden Elends zum Schluss ausrufen: ״Oui, oui, regarde־les! Aujourd’hui lä, demain ailleurs; chez eux partout et nulle part! Toujours enrages d’esperances! Le Turc, sur la colline de Bude (Buda). n’etait pas plus dangereux que ce Juif ebouriffe (zerknittert), assis lä, sur la valise. Dans le dernier assaut de l’Asie (d. h. beim letzten Ansturm asiatischer Bolschewistenhorden auf Ungarn) nous avons ete les vaincus.״ (Letzteres eine Anspielung auf

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