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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 362

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 362 (sequence 28)
Language
German
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362 Die neuesten Kämpfe usw. schliessen können und ihn bis in das 3״. oder 4. Jahrhundert v. Chr.“ (S. 5) zurückdatieren. Aber selbst wenn eine solche Transkriptionsvorlage der LXX konstatiert werden könnte, würde diese Vorlage soviele fragliche Momente in sich schliessen, dass aus ihr nur mit wenig Sicherheit auf den ihr zugrunde liegenden hebräischen Wortlaut zurückgeschlossen werden könnte. Ausserdem würden wir durch eine Transkriptionsvorlage der LXX nur bis unmittelbar vor deren eigene Entstehungszeit (ca. 250—114) in der Geschichte des hebräischen Originals zurückgeleitet werden. Wenn aber das Fundament der von Wutz gemachten Voraus- Setzung vom Vorhandensein solcher «Transkriptionstexte“ als Vorlagen der LXX durch die eben gegebene Darlegung erschüttert worden ist, dann sind wir wieder auf die LXX selbst als eine Quelle, aus der eine Kenntnis des hebräischen Textes, wie er im Zeitalter der LXX-Herstellung beschaffen gewesen ist, hingeführt. Dann breitet sich natürlich wieder zunächst das ganze Feld der Arbeiten vor uns aus, die zur Auffindung der ursprünglichen LXX dienen können, und endlich muss dann der Charakter der hellenistischen Uebersetzung festgestellt werden, wozu auch von mir schon oben, hauptsächlich aber auch in meiner «Hermeneutik des A. Ts. mit besonderer Berücksichtigung der modernen Probleme“ (1916), 60 ff. Beiträge gegeben worden sind. Während demnach der neue Versuch von Wutz, die Gestalt des hebräischen A. Ts. über die Zeit der LXX-Herstellung hinaus zu verfolgen, nach meinem Urteil nicht von Erfolg begleitet sein kann, hat er übersehen, in welcher Weise der Samaritaniöch-hebräische Pentateuch als ein Zeuge für das hohe Alter des wesentlichen Gefüges des überlieferten hebräischen Wortlauts gemacht werden kann. Die Untersuchung dieser Frage ist von mir namentlich nach der Zeit, wo zum ersten Mal eine kritische Ausgabe des samaritanisch-hebräischen Pentateuchs durch die selbstverleugnende Arbeit v. Galls an das Licht gebracht worden ist1), angefasst worden. 1j Aug. y. Gail, Der hebräische Pentateuch der Samaritaner (1915 f).

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