Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 361 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Die neuesten Kämpfe usw. 861 ooaO-üa voraussetzen (Wutz 65)? Nein, das vov muss nicht auf dem Gedanken beruhen, dass durch das von Wutz vorausgesetzte ooa&üa auch חנתה repräsentiert sein könne. Das ״nun“ kann auch als natürliches Uebergangsadverbium eingeschaltet sein — Ferner bei מנתה || *al 01 6ז K. 1,18 kann die hauptsächlich mit dem Vordringen des Aramäischen zunehmende Abschwächung der Kehlkopflaute auch den Uebersetzer, der möglicherweise einem Vorleser des Textes folgte, zur Wiedergäbe des Lautkomplexes mit ״und du״ verleitet haben. — Endlieh רצין |i opoo?oeudv (Jes. 9, 11/10) geht auf den Gedanken an den Berg Sion, aber mit keinem Grade von Wahrscheinlichkeit auf eine TranscriptionsVorlage ״apoa>v ap acov (הר ציון) weiter entwickelt״ zurück, wie sie von Wutz 106 vorausgesetzt wird. Nach alledem habe ich mich nicht von der Haltbarkeit der Grundlagen, mit denen Wutz seine Aufstellung stützen will, überzeugen können1). Und was endlich ist über die Konsequenzen zu urteilen, die Wutz aus der von ihm gemachten Voraussetzung einer ״griechischen Transkriptionsvorlage״ der LXX für die Ermittlung der früheren Gestalt des hebräischen Textes ziehen zu können meint? Wie er insbesondere in seinem erwähnten Aufsatz ״Ist der hebräische Urtext wieder erreichbar?״ deutlich zum Ausdruck gebracht hat, will er von seinen Voraussetzungen aus auf ein hohes Alter des Wortlauts oder wenigstens des ״Konsonantentextes״ der LXX-Vorlage *) Uebrigens ist, wie mir erst am 14. 8. 25. nach dem Abschluss meiner Arbeit bekannt wurde, Wutzs These schon von Johann Fischer, Das Alphabet der LXX-Vorlage im Pentateuch (1924) in bezug auf diesen untersucht und ״einstweilen abgelehnt״ worden. Denn ״weitaus die meisten Verwechslungen und abweichenden Lesungen der LXX müssen als innerhebräische gedeutet werden״. Mit Recht bemerkt auch Riessler bei der Anzeige von Fisebers Buch in der Tüb. Theol* Quartalschrift (1924, 299): ״Auch die Verlesung desTetragrammatons in LXX (Ex. 5, 2 in jihje; 40, 88, Num. 10, 34 in haja) spricht gegen Wutz’ Aufstellung. Denn, hätte in der Vorlage bereits Adonai gestanden, wie das Kopios der LXX vermuten lässt, dann hätte es keine derartige Verlesung [in jihje oder haja\ geben können״.