Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 358 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2292929-2293034-2293040--07832-2301114- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
858 Die neuesten Kämpfe usw. dass die LXX oftmals Dunkelheiten aufgehellt hat1)! Oder hat sie nicht z. B. in Jes. 15,21 die Strausse in Sirenen verwandelt? Prüfe ich diese Erklärungsmethode zunächst weiter beiPs. 10,8! Darüber sagt Wutz in seinem Aufsatz: ״Ist der hebräische Urtext wieder erreichbar?׳ חצויים" :(2״irXooatot acj^psip. (als ע^רים verstanden)“3). Nach seiner vorgefassten Meinung denkt er also, dass ein MS. in griechischen Buchstaben A2HPEIM geboten habe, und dass dieses als Transkription von ‘dsirim ״reiche“ auf gefasst worden sei. Aber die Verknüpfung von חציים mit עשרים war auch möglich, ohne dass eine Transkription in griechischen Buchstaben die Vermittlung bildete. Denn es gibt zweifellos Gehörfehler in den Vervielfältigungen des hebräischen Textes4 *). Deshalb konnte auch ein in hebräischen Buchstaben geschriebenes MS. anstatt des הצרים anderer Handschriften dort ein עשרים bieten. Bei dem nächsten Beispiel, das von Wutz in ZATW. 1925, 116 vorgelegt wird, nämlich ״ד.חר0 החרש״ (Jes. 17,9) rekurriert er auf einen doppelten Gesichtsfehler, nämlich Verwechslung eines ר mit einem etwas breit geschriebenen ו und eines ש mit 6י). Also bei der Erklärung dieser Differenz verzichtet Wutz selbst auf einen ״griechischen Transkriptionstext“ als vermittelnde Instanz. Ebenso macht er es bei seinem nächsten Beispiel *ן;ס*ש חךצים G וכפי הרצים (xstpes Pv. 13,4)״. Er urteilt richtig, dass נ und כ sowie abermals י (vielmehr althebr. hätte er schreiben sollen) mit ש verwechselt worden sei. Er lässt dabei unentschieden, ob im Hebr., oder im Griech. der ursprüngliche Ausdruck bewahrt worden ist. Aber nach dem Paralielismus stand gewiss auch in V. 4b ״und die Seele“. Doch dem *) In meinem Genesiskommentar 1925, 22 f. durch viele Fälle belegt. 2) In ״Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft1925) ״), 115—119. *) Auch Wutz folgt leider der Methode, auch für Zeiten, wo es, wie z. B. in den Elephantine-Urkunden (ed. Sachau, Tafel, I, Z. 2 usw.), noch keine Finalbuchstaben gab, doch solche anzuwenden. 4) Beispiele gibt meine ״Einleitung ins A. T.“, S. 75. *) Aber er hätte dabei an das althebräische Jod (vgl. das samaritanische) erinnern sollen.