Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 356 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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356 Die neuesten Kämbfe usw. Oder ist jene Form Verschiedenheit aus Verwechslung von b mit א, oder auch aus ihrer zufälligen Verstümmelung entstanden? Diese Annahme besitzt keine Wahrscheinlichkeit. Denn sonst müsste die Form Phua doch auch in hebräischen MSS. auftreten. Also nein, z. B. diese Differenz eines Eigennamens im hebräischen und im griechischen Texte erklärt sich am einfachsten aus Verwechslung griechischer Majuskelbuchstaben (z. B. am Ende von <t>OYA und $>OYA). Aber ist nun deshalb ein ״Transkriptionstext״ als die Vorlage des betreffenden Uebersetzers anzunehmen? Nein, denn es besteht die Möglichkeit, dass die Verwechslung auf inner griechischer Verschreibung beruht. Also zuerst kann vom Uebersetzer richtig OOYA geschrieben gewesen, aber dafür beim Abschreiben OOYA geschrieben worden sein. Diese Möglichkeit, an die Wutz nicht gedacht hat, ist die wahrscheinlichere, weil die Existenz von hebräischen Texten in griechischen Buchstaben gemäss oben Nr. lab weder bezeugt noch auch wahrscheinlich ist. Dieser Weg der Erklärung ist bei allen F 0 r m differenzen einzuschlagen. Also allemal ist zuerst die Frage aufzuwerfen, ob nicht eine Verwechslung oder Verderbnis althebräischer bzw. späthebräischer Buchstaben vorliegen kann. Die Hauptfrage aber ist, ob die Differenz nicht aus der Verschreibung eines griechischen Majuskelbuchstaben stammt. Endlich wäre noch möglich, dass ein in der griechischen Bibel auftretender auslautender Vokal ]auf der Hinneigung des Griechen zu Vokalauslaut beruhe. Dies könnte z. B. beim Nebeneinanderstehen von APA und APA Jos. 15,21 in Betracht kommen. Denn wenigstens bei Städtenamen, die in der Regel Feminina sind, kommt 2a-ps7rca neben hebr. Sa-repkath; Sxjxapsfa neben Schömrdn, doch neben hebr. Schekhöm vor, und nicht auch 2000p.a nach dem Genetiv 2086j1<0v? Allerdings Faßee || Gib£ath 1. S. 13,2 (usw. bei Wutz 21) kann darauf beruhen, dass das auslautende t allmählich immermehr verstummte, ein Lautprozess, der ja noch im alttestamentlichen Hebräisch deutlich beobachtet werden kann. Uebrigens in Nao^ anstatt Naov, was Wutz 16 einfach ״den alten Fehler“ nennt, kann;Differenzierung der beiden Nasale gewirkt haben, woran.