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Jeschurun · 1925-09-01 · Heft 9-10 (September 1925) · p. Seite 355

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 9-10 (September 1925)
Date
1925-09-01
Page
Seite 355 (sequence 21)
Language
German
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Die neuesten Kämpfe usw. 855 Hör fehler, weil auch bisweilen nach Diktat geschrieben wurde, endlich noch Vermengung von Wörtern infolge von Haplographie sowie Dittographie usw., wovon lange Reihen von Belegen z. B. in meiner ״Einleitung ins A. T.a, 74 f. vorgeführt sind. In dem Buche von Wutz fehlt es nicht ganz an Stellen, wo auch er daran erinnert, dass schon in hebräisch geschriebenen Texten eine Verwechslung von Buchstaben eingetreten sein könne, aber fast alles, was er darüber bemerkt, ist folgendes: ״Da in hebräischen Vorlagen der Gin öfters wechselten, so ist natürlich bei Festlegung des gr. Wechsels p-0 entsprechende Vorsicht geboten״ (S. 20); ״auch ein hebr. Wechsel zwischen ב und ר ist da und dort in Rechnung zu setzen״ (ebenda). Aber beim Nebeneinanderstehen von זכור und Zaßaoop Neh. 3,2 denkt er nicht sofort an die oben erwähnte starke Verwechselbarkeit von כ und ב, sondern an ״B-K“ (S. 23) und erinnert erst hinterher an "כ ב“. Auch bei אגא || Aca 2 S. 23,11 rekurriert er (S. 24) nicht auf ג und ז, sondern auf F und 2. Sodann bei 2 || צלמיaX0dh (Cod. ß) || TaXaüt (Cod. A) 1 Ch. 12,20 (S. 25) wäre an die Aehnlicbkeit von ג mit צ zu denken gewesen. Weshalb sodann soll es zum Nebeneinanderstehen von פק$ li APQK Jos. 12,18 nicht ebenso leicht durch Verwechslung von ם und י wie von 0 und P (Wutz 25) gekommen sein? ״Vielfachen Wechsel von כ mit ״ם erkennt er wieder an (S. 25 unten). Bei חלנ || XaXoo Jos. 15,51 denkt er (S. 26) aber wieder nicht an die Aehnlichkeit von נ mit ו. Ein zweiter Weg, Form differenzen zwischen dem hebräischen und dem griechischen A. T. zu erklären, eröffnet sich natürlich beim Blick auf die Aehnlichkeit von griechischen Buchstaben. Gehen wir sogleich an die Erörterung eines einzelnen Falles hinan, so begegnet in 2. K. 15,19 gegenüber dem hebr. סול (Vulg. : Phul) vielmehr 000a, wie Wutz 14 schreibt1) Das erklärt sich natürlicherweise aus der Verschreibung von OOYA in OOYA. 1) Es ist ein Fehler von Wutz, dass er, während der Gebrauch von ünzialen richtig von ihm in ״Transkriptionstexten* vorausgesetzt wird, nicht auch seine Beispiele alle in Ünzialen gibt.

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