Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1925-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1925) · p. Seite 333

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 333 (sequence 75)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2292929-2293034-2293039--07782-2301064
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

B lieh erb e sprechun gen 333 Bücherbesprechtmgen. Brockhaus Handbuch des Wissens in vier Bänden YL gänzlich timgearbeitete und wesentlich vermehrte Auflage von Brockhaus Kleinen Konversation!- lexikon mit über 10000 Abbildungen usw. I. Band A—E, H. Band F—K, Leipzig F. A. Brockhaus 1925. Den ״Brockhaus“ rahmen, erscheint überflüssig. Die alte Tradition gibt die Gewähr, dass er die jeweils mögliche Vollendung erreicht. Es kann sich nur darum handeln festzustellen, ob er gegenüber früheren Ausgaben einen Fortschritt bedeutet. Wir glauben das bejahen zu müssen. Es grenzt geradezu ans Wunderbare, wie es gelungen ist, in diese trotz des Lexikonformats handliche Bände durch Ausnutzung des Raumes, den kleineren Druck und vor allem die Prägnanz der Ausdrucksweise alles hineinzubringen, worüber man nur Aufklärung zu fordern berechtigt ist. Ueber das Mass der Berechtigung wird naturgemäss manche Differenz zwischen den Lesern des Lexikons herrschen. Man wird bei diesem Lexikon, das nur den Anspruch darauf macht, eine Neuherausgabe des ״Kleinen Konversationslexikon“ zu sein, obwohl durch die technische Ausnutzung des Raumes es dem ״grossen Konversationslexikon“ nahekommt, auf manche Namen, die sonst als lexikonreif gelten, verzichten müssen Uns interessieren naturgemäss die Artikel, die das Judentum betreffen. Und da scheint der Verlag doch nicht genügend beraten gewesen zu sein oder sich an eine Stelle gewandt zu haben, die ihn einseitig orientierte. Die Ent- Wickelung des modernen Judentums ist jedenfalls nicht ausschliesslich danach zu beurteilen, welche wissenschaftliche Grössen es hervorgebracht — und auch dann hätten neben Frankl, Geiger und Grätz auch Barth Berliner und Hoffmann genannt sein müssen. Aber ist dies moderne Judentum zu verstehen, wenn Namen wie Samson Raphael Hirsch und Israel Hildesheimer fehlen? Dürfen Achad Haam und Nathan Birnbaum übergangen werden, wenn wir schon auf eine ganze Reihe anderer Namen verzichten? Noch einmal, wir wissen, welche Grenzen den Herausgebern gesteckt sind. In der Behandlung der hervorragenden Persönlichkeiten der neueren jüdischen Geschichte scheint uns aber keine Parität gewaltet zu haben. In Zukunft sollte neben einem offenbar hier sich aaswirkenden liberalen Berater auch einer aus dem konservativen und zionistischen Lager herangezogen werden. —h Moritz Oppenheim Erinnerungen; herausgegeben von Alfred Oppenheim, Frankfurt a. M. 1924. Frankfurter Verlags-Anstalt. Der Name Oppenheim als Maler lebt für den, der nicht besondere kunsthistorische Kenntnisse besitzt, heute nur noch in seinen ״Bildern aus dem altjüdischen Familienleben“, die ihm ein Andenken auch für lange Zeit noch sichern. Für den, der ihn als den Maler dieser der Natur abgelauschten

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.