Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 321 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
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Die sieben ägyptischen Hungerjahre 821 des Ansehens und des Prestiges seines Ernährungsdiktators nach Pharao’s Meinung dienen sollen. Die verkehrstechnischen Bedenken des Stammvaters über die Gefahren der Reise sind beseitigt; die Vorsehung hat ihn darüber beruhigt, dass er nach Aegypten übersiedeln könne להשתקע שם, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Beim Anblick jener עגלות, jener Staatskarossen, die gemäss Kap. 46, V. 5 Pharao aussandte, um ihn heimzuholen, schwindet auch der letzte Zweifel, ob sein Sohn Josef sich dauernd der Gunst seines Herrn und Königs erfreuen werde und nun erteilt er, das letzte Bedenken gegen die dauernde Uebersiedlung der Jakobsfamilie fallen lassend, seinen Söhnen den Rat, ihr Vieh und ihre ganze Habe, die sie im Lande Kanaan erworben, diesen von Pharao ausgesandten ,Wagen“ anzuvertrauen. Auf die naheliegende Parallele, dass Pharao in Zeiten schwerer Wirtschaftsnot seines Landes aus eigener Initiative ,Wagen“ ausschickt, um wohlhabende Hebräer ins Land zu ziehen, während 31/! Jahrtausende später einflussreiche politische Parteien Mittel- und Osteuropas alle wirtschaftliche Nöte dadurch zu meistern vermeinen, dass sie vor Allem einmal die Juden in ihren Ländern auszuweisen beantragen, soll in diesem Zusammenhang nicht eingegangen werden, so verlockend vielleicht diese wirtschaftliche Gegenüberstellung wäre. (Schluss folgt.)