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Jeschurun · 1925-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1925) · p. Seite 287

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 287 (sequence 29)
Language
German
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Die IVIesa-Inschrift usw. 287 Regierungsjahre seines Sohnes Ahab mit vierzig Jahren bezeichnet sind, löst sich, wenn an den weitreichenden Gebrauch von ״vierzig“ als einer runden Zahl gedacht wird. Ganz unnatürlicherweise hätte ein Fälscher weiterhin geschrieben ״und Israel ging auf ewig (besser: auf unabsehbare Zeit) zugrunde“ (Z. 7), da er ja wissen musste, dass Israel nicht lange an den Niederlagen litt, die ihm Mesa beigebracht hat. Aber Mesa konnte dieses עלם schreiben, denn dieses Wort besitzt auch den Sinn von ״Lebenszeit“ (z. B. Ex. 21, 6) oder ״recht lange“ (1. Kön. 1,31), woran Storr wieder nicht gedacht hat. Endlich erwähnt die Inschrift mehr Gottheiten der Moabiter, als sonst verzeichnet sind, nämlich ר;דר (Z. 12) und *A'tar Kemosch (Z. 17). Es ist aber durchaus nicht zu ersehen, wie ein Fälscher darauf gekommen sein sollte, neue moabitische Gottheiten einzuführen. Das Ergebnis der erneuten Prüfung der Echtheit des Mesasteins kann demnach in kurzen Worten so ausgesprochen werden: Sowenig wie die Geschichte der Auffindung dieses Steines gütige Gründe zur Leugnung seiner Echtheit darbietet, ebensowenig die innere Beschaffenheit der Inschrift nach Form und Inhalt. Denn schon ihre Schriftzüge und V o k a 1 - bezeichnung haben ihre nächsten Parallelen in den 1868 noch nicht entdeckten Inschriften von Siloah, Sendschirli und Gezer. Ferner die sprachlichen Besonderheiten der Inschrift entsprechen der Zwischenstellung, die das einst wirkliche Moabitische zwischen dem Hebräischen auf der einen und dem Arabischen auf der andern Seite einnehmen musste34). Endlich der Inhalt der Inschrift besitzt soviel Selbständigkeit gegenüber den Nachrichten, die in den andern Quellen über 84) Damit vergleiche man diese Aeusserungen: ״Der Sprachcharakter der Inschrift ist nicht einheitlich, sondern willkürlich aus verschiedenen semitischen Dialekten zusammengesetzt. Dies bringt aber eine lebendige Sprache nicht fertig, wohl aber ein Fälscher, der nicht hebräisch, arabisch oder aramäisch, wohl aber moabitisch schreiben wollte“ \Storr, S. 379). Dies ist ein ganz willkürlicher Machtsprnch.

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