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Jeschurun · 1925-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1925) · p. Seite 285

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 285 (sequence 27)
Language
German
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Die Mesa-Inschrift usw. 285 ein witzig sein sollender Einfall. Aber Storr urteilt beim Rückblick ״auf das bisher tGesagteu, dass ״die Echtheit der Mesa-Inschrift vom sprachlichen Standpunkt aus nicht mehr zu halten sein dürfte. Nicht nur Fehler gegen den guten hebräischen Sprachgebrauch finden sich in der Inschrift, sondern geradezu unsemitische Konstruktionen und Phrasen. Sie ist die Uebersetzung aus einer romanischen Sprache44, (S. 395). Daran ist aber alles teils willkürliche Voraussetzung und teils unbegründete Behauptung. Denn vor allem kommt darin die erste fehlerhafte Hauptvoraussetzung Storrs noch einmal zum Ausdruck, nämlich dass der Formenbestand und der Sprachgebrauch des Moabitischen mit denen des Hebräischen zusammenstimmen müssten. Also die Möglichkeit einer relativen Eigenart des moabitischen Zweiges am semitischen Sprachstamm wird verkannt. Sodann macht sich in dem zitierten Schluss״ urteil Storrs seine zweite Hauptneigung geltend, die formalen Erscheinungen der Mesa-Inschrift, welche die Eigenart des moabitischen Dialekts ausmachen, für unsemitisch, ja romanisch, speziell italienisch zu erklären, und auch diese seine Neigung ist eine willkürliche. 3. Weil nun demnach das sprachgeschichtliche Urteil Storrs über die Echtheit der Mesa-Inschrift unbegründet ist, so sei eine Kritik der Einwände, die er vom Inhalte der Inschrift hernehmen zu können meint, nur in folgenden kurzen Sätzen hinzugefügt. In den Bemerkungen der Inschrift über die Stadt Qorcha (Z. 21—26) lässt er in dieser Stadt ein Gegenbild zu Jerusalem gezeichnet sein, weil sich in beiden ein Hügel (4Ophel), Tore, Türme, ein Königspalast finden und auch bei Qorcha von Teichen und Zisternen die Rede ist (S. 400). Dadurch kann aber die aufgestellte Behauptung selbstverständlich nicht bewiesen werden. Zudem ist einerseits das, was Storr von ״den zwei Teichen inmitten der Stadt“ (Z. 23) sagt, ganz unsicher und andererseits die Schlussbemerkung ״und ich schnitt ein den Festungsgraben für Qorcha durch Gefangene aus Israel“ ganz der geschichtlichen Situation Mesas angemessen, ja so

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