Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 284 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- IRI
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Mentioned entities
- Mesha 1× ep/1006058
OCR text
284 Die Mesa-Inschrift u9w. ״Ich errichtete diese Bama.. ., weil er (Kemosch) den Mesa gerettet hatte.“ Das ist denn doch die Sprache eines Kindes, dem das Ichbewusstsein ״eben erst aufzusteigen beginnt. So tief war aber Moabs Kultur, die solche Inschriften erzeugt haben soll, doch nicht!“ (S. 392). Indes erstens steht genauer im Texte ״ich errichtete usw. dem Kemosch für die Rettung MeschaVc, und schon deshalb wird die Setzung des Namens Mescha‘ begreiflich, weil er ״Rettung“ bedeutet und also ein Wortspiel (genauer: eine Paronomasie) angewendet werden sollte. Zweitens ist aber dies die Hauptsache. Statt des Pronomens wird z. B. auch im Hebräischen sehr häufig das von ihm vertretene Substantiv gesetzt, hauptsächlich wenn es sich um König oder Gott handelt. Diese Stilerscheinung ist von mir durch Reihen von Beispielen belegt in Syntax § 4f. und besonders in Stilistik 143, 153, 247. Anstatt sich darum zu kümmern, macht Storr solche fade Bemerkungen über das Ichbewusstsein Mesas, wie sie oben zitiert werden mussten — In Z. 24 steht ״ ובר אנ בקרב הקר בקרחהund eine Zisterne war nicht inmitten der Stadt in Qorcha“. Storrs Dekret lautet: ״Die Stellung br ,n ist gesucht; bqrhh ist glossenhaft eingeschoben. Was König zu diesen Punkten Jahn entgegnet, sind unhaltbare Ausflüchte“ (S. 393). Und was hatte ich entgegnet? Auf S. 244 dies: ״Dort soll der Begriff Zisterne betont sein, und in solchen Fällen kommt das dem Subjekte nachfolgende *äjin auch im Hebräischen oft vor (die ganze Stellenreihe findet man in meiner Syntax § 338 n).“ Wenn Storr für eine solche auf Logik und Tatsachen begründete Erklärung den Titel ״Ausflüchte“ wählt, richtet er sich selbst. Ferner in den Worten ״Mein Vater war König über Moab, und ich wurde König nach meinem Vater“ (Z. 2f.) findet Storr ״eine total unsemitische Redeweise, der Idiotismus lautet bekanntlich tht dbi oder besser mit Suffix thtiuu (S. 393). Aber wegen des ״nach“ die Ausdrucksweise als ״total unsemitisch“ zu bezeichnen, ist gewaltsam. Sodann die Worte ״ein Schaustück für Kemosch und Moab“ (Z. 12) erinnern Storr an ״ein Schauspiel für Götter und Menschen“. Das ist