Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 282 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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282 Die Mesa-Inschrift usw. sattu gesprochen worden ist?27) Oder seit wann ist bei den Phöniziern die im Opfertarif von Massilia gefundene Form mit angeglichenem n28) aufgekommen? Weil man das nun nicht weiss, ist die Behauptung von Storr, eine solche Aussprache sei im Moabitischen des 9. Jahrhunderts ״undenkbar“, nur ein ohnmächtiger Griff in die Luft. c) Im Bereiche der Formenlehre begegnet zunächst das eigenartige דעני (Z. 5f.), das als Pi‘el gemeint sein und bedeuten soll ״und er demütigte ihn“. Storr 387 begnügt sich damit, zu sagen : ״Im Hebräischen wäre Ä, im Arabischen i, im Aramäischen י zu erwarten“. Daran aber, dass auch der alte dritte Stammkonsonant sich noch lebendig zeigen kann, wie z. B. in שלורד Hi. 3,26, also mit Nöldeke und Driver29) 1מו3ו gemeint sein kann, erinnert er gar nicht. — Ferner ״die Reflexivformen von Ihm im Sinne von kämpfen hlthm usw in Z. 11, 15, 19, 32 sind Fremdkörper in der Sprache Mesas“ (S. 387). Damit hat er wieder eine so willkürliche Voraus- Setzung gemacht, wie es nur je eine gegeben hat. Denn warum soll das Moabitische nicht den sog. VIII. Verbalstamm gekannt und ר.לתחמ im Sinne von ״sich gegenseitig drücken“ d. h. ״bekriegen, Krieg führen“ gebraucht haben, wie das Hebräische sein נלחם? Bei der Nachbarschaft des Arabischen, in welchem der VHI. Verbalstamm oft auftritt, ist dies ganz natürlich. — Ein weiteres Verdikt gegen das Alter der Mesa-Inschrift baut Storr 388 darauf, dass die Pluralendung auf n auslautet 30). Aber wiederum denkt er nicht an die Angrenzung des Moabitischen an das Arabische, wo jenes n durchaus herrscht, 27) Sie kommt mindestens schon in den Hammurapigesetzen vor (bei R. F. Harper, The Code of Hammurabi, Kol X, Z. 62 usw.). 28) שת, vgl. alle Fundorte dieser Form bei Bloch, Phönizisches Glossar, S. 61. 29) Notes on the Hebrew Text of the Books of Samuel (1913), p. LXXXIX. ״ צחרם (0צMittag״ (Z. 15) soll nach ihm Plural sein, während es dieselbe Ableitungssilbe, wie z. B. ״ י1מםam Tage“ besitzt und etwa ״im Glanz־ punkt“ (des Tages) bedeutet. Gegen die Deutung von צהרים mit ״Doppelr&cken״ (de Lagarde; Ges.-Buhl) vgl. mein Hbr.-aram. Wörterbuch 1922 s.