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Jeschurun · 1925-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1925) · p. Seite 281

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 281 (sequence 23)
Language
German
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Die Me&a-Inschrift usw. 281 bietet von dieser kulturhistorisch höchst interessanten Erscheinung Beispiele auf Schritt und Tritt, unter denen sich auch das hier in Betracht kommende גב:ר. befindet (Mann, Mensch: Hi. 3,3b; Hab. 2,5 usw.). Also wenn auf dem Mesastein solche poetisch-rhetorische Ausdrücke des Hebräischen im Prosastil verwendet sind26), so fällt das unter dieses weithin beobachtete Gesetz der Sprachentwicklung. Aber Storr erlaubt sich zu bemerken (S. 384) : ״Der Ein wand, den König immer wieder gegen Jahn erhebt, es sei doch möglich, dass das, was im Hebräischen poetische Redeweise sei, im Moabitischen der Prosa angehöre, kann bei unbefangenen Leuten nicht verfangen“. Nein, nicht ״König“ erhebt jenen Einwand, sondern die Sprachwissenschaft. Sie ruft jenes Gesetz der Differenzierung des Sprachgebrauchs solchen zu, die es nicht nur nicht kennen, sondern auch noch denen, die auf dasselbe aufmerksam machen, mit Verdächtigungen und Selbstlob entgegentreten. Auf diesem Gebiete des Wortschatzes ist nur noch das in Z. 23 gelesene '״ כלאzwei“ zu betrachten. Denn Storr erinnert (S. 385) dabei an das Aethiopische, zielt also darauf hin: dass der Fälscher ein Kenner dieser Sprache gewesen sei. Aber wenn das Hebräische ״ כלאיפZweifaches, Zweierlei“ besitzt (Lev. 19, 19 usw.), konnte das benachbarte Moabitische auch MVe als Zahlwort haben, zumal in dem auf der andern Seite angrenzenden Arabischen Jciläni (statt Jciläni) und im Akkadischen Tcilallän existierte. Was die Wortgestaltung anlangt, so meint Storr (S. 386), die Form ״ שתJahr“ in Z. 2 und 8 sei in einer Schrift aus dem 9. Jahrhundert ״undenkbar“. Aber weiss er, seit wann im Baby Ionisch-Assyrischen mit der Angleichung des Nasals -6) Denn der Versuch von Sievers, seine metrische Theorie auf die Mesa-Inschriffc anzuwenden (Metrische Studien I, 378 f.j, ist mit Hecht schon von vielen abgelehnt worden, wie von Budde, Geschichte der hbr. Lit. 1906, 31 usw. in meinem Genesiskommentar 1925, wo aut S. 29—32 auch sein Versuch, die Genesis als eine metrisch geformte Dichtung aufzufassen• im einzelnen beurteilt worden ist.

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