Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 279 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Mesa-Inschrift ס sw. 279 nicht selten durch Yokalbuch staben ausgedrückt werden“22), und dass in der Siloah-Inschrift es mit dem Gebrauch von Vokalbuchstaben so steht: Neben עוד (Z. 1 und 2) und מ״מ, majim ״Wasser“ (Z. 5) steht ״ אשMann“ (Z. 2). Also das von ״ עיbis“ zu unterscheidende ״ עודnoch“ wurde durch den Vokalbuchstaben gekennzeichnet, aber bei dem vor ״zu seinem Nächsten“ unverkennbaren ״ אשMann“ wurde er weggelassen. Uebrigens auch in den Elephantine-Texten ״pflegt“ nur langes % durch bezeichnet zu werden. Also besteht auch da keine starre Regel, und bei der Pluralendung die nicht leicht verkannt werden konnte, ״überwiegt die Schreibung ohne 23 “ י). Ohne dies alles beachtet zu haben, behauptet aber Storr S. 383: ״Sonach weicht die Orthographie der Mesa-Inschrift sowohl von der in andern Inschriften gebräuchlichen als auch vom A. T. ab; beides ohne sichtbaren Grund, ja ohne innere Konsequenz. Die Häufigkeit der scriptio plena ist Zeichen der Fälschung.“ Gemäss den von mir gegebenen Belegen sind diese Sätze teils unbegründet und teils ohne Belang, weil die nur ganz verhältnismässige Eigenart der Orthographie des Mesasteins im Kreise der andern alten Schriftdenkmäler keineswegs etwas für dessen Unechtheit beweist. b) Um die Auseinandersetzung nicht UDnötig weitschichtig zu machen, will ich der Disposition Storrs folgen und wende mich daher jetzt zur Prüfung dessen, was er in bezug auf ״Wortschatz und Wortbildung“ als Anzeichen der Unechtheit gefunden zu haben meint. Ein Hindernis für die Echtheit der Inschrift sieht er aber zunächst in der Verwendung von אדי im Sinne von ״erobern“. Das ״mit Mesa doch so verwandte Hebräische“ habe dafür andere Verba (S. 383). Aber welche Kurzsichtigkeit in der Erfassung der Grenzen der Verwandtschaft benachbarter Dialekte! Oder kann das nicht auch an dem Sprachgebrauch verschiedener Stämme Deutschlands beobachtet werden, dass 22) Nöldeke, in Z. D. M. G. (1893), S. 104. 23) Sachau, Aramäische Papyrus and Ostraka aus einer jüdischen Mlitärkolonie von Eiephantine (1911), S. 261.