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Jeschurun · 1925-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1925) · p. Seite 277

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 277 (sequence 19)
Language
German
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Die Mesa-Inschrift usw. 277 der Zeile abbricht, was sonst in keiner älteren Inschrift vorkommt, dagegen in karthagischen oft“ (S. 224). Aber da hat er wieder nicht die Siloah-Inschrift beachtet. Denn da schliesst Z. 2 mit p, während mit dem dazu gehörigen רא Z. 3 beginnt. Ebenso steht am Ende von Z. 3 der Artikel ה zum נקבה am Anfang von Z. 4. Ferner Z. 5 geht auf מא aus, während das zu ״ מאתhundert“ gehörende ת den Anfang von Z. 6 bildet. Wortteilung am Zeilenende findet sich ferner auf der Tafel mit einem Monatsverzeichnis, die 1908 zu Gezer ausgegraben wurde und mit Recht dem 7. Jahrhundert zugeschrieben zu werden pflegt19). Denn Z. 1 schliesst mit לנ während das dazugehörige ״ נטע) טעPflanzung“) die 2. Z. anfängt. Uebrigens wenn der ״Fälscher“ der Mesa-Inschrift ein Nachahmer späterer Schreibgewohnheiten gewesen wäre, dann hätte es ihm nahe gelegen, die Finalbuchstaben, die schon im Papyrus Nash20) während des 1. Jahrhunderts n. Chr. auftreten, zu verwenden. Vom palaeographischen Gesichtspunkt aus ist demnach die Echtheit der Mesa-Inschrift nicht mit Gluck bestritten worden. 2. Untersuchen wir nun, ob die grammatischen Erscheinungen der Inschrift zur Bestreitung ihrer Echtheit einen gegründeten Anlass geben! Auf diesem Gebiete operiert Storr aber zuerst in Sperrdruck mit dem Satze: ״So lange die Verteidiger der Echtheit von Ausdrücken des Mesasteins sagen, das kann moabitisch sein, muss es erlaubt sein, mindestens mit demselben Rechte zu sagen, das kann nicht moabitisch sein“ (S. 379). Das ist selbstverständlich mindestens nichtssagend. Dann jedoch billigt er ausdrücklich die von mir (1902, 239) aufgestellte These: ״Vom sprachlichen Gesichtspunkt aus können gegen die Echtheit nur solche Erscheinungen entscheiden, die absolut einer späteren Zeit angehören müssten, 1&) Sie ist mir zur Hand im Anhang von Bennett, The Moabite Stone (1911), p. 85 f. 20) Norb. Peters, Die älteste Abschrift der zehn Gebote, der Papyrus Nash (1905).

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