Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1925)
- Date
- 1925-07-01
- Page
- Seite 276 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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276 Die Mesa-Inschnit usw. Die Mesa-Inschrift im Feuer neuer Angriffe. Betrachtet von Geheimrat Ed. König in Bonn. (Fortsetzung.) Nachdem Storr allen erwähnten Gegeninstanzen gegenüber mit Glück an die fragliche Schönheit der Inschrift appelliert zu haben meint, führt er als weiteres Argument für die Unechtheit die Tatsache an, dass in der Inschrift Wort• trennuQgspunkte und S a t z t r e n n u n g s s t r i c h e verwendet sind. Denn ״trotz König sei daran festzuhalten, dass ein solch ausgedehnter Gebrauch von Trennungszeichen, zumal Trennungsstrichen, sich sonst nirgends belegen lässt“ (S. 224). Aber hätte er doch die von mir festgestellten Tat- Sachen beseitigt! Nämlich Worttrennungspunkte stehen, wie in der Mesa-Inschrift, auch in der Siloah-Inschrift, dem älteren Teile der phönizischen Inschriften, in den alt aramäischen In- Schriften von Sendschirli (Nöldeke in ZDMG. 1893, S. 97), wie auch in den 1910 zu Samaria ausgegrabenen ungefähr 80 Ostraka aus der Zeit Ahabs (876—54). Ein Kenner wie Paul Kahle schreibt deshalb17) einfach: ״In den ältesten semitischen Inschriften, den kanaanäischen sowohl wie den aramäischen, sind die einzelnen Wörter durch einen Punkt getrennt“. Will Storr nun auch ״trotz Kahle“ schreiben? Will er aber insbesondere wegen der ״Trennungsstriche“ den Mesastein verdächtigen, so soll er doch auch beachten, ״dass die minaeosabäischen Inschriften Worttrennungsstriche haben“i8), sie stammt bekanntlich aus dem 8. Jahrhundert, und hätte ein Fälscher die Satztrennungsstriche anwenden sollen, um dadurch die Echtheit seines Werkes in Verdacht zu bringen? Das ist wenig glaubhaft. Endlich nimmt Storr auf dem paläographischen Gebiete noch daran Anstoss, dass ״Mesa die Worte am Ende 17) In Bauer und Leander, Historische Grammatik der hebräischen Sprache des Alten Testaments (1918), S. 59. u) Hommel, Südarabische Chrestomathie, § 6.