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Jeschurun · 1925-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1925) · p. Seite 259

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 259 (sequence 89)
Language
German
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1a Bücherbespreehungen 259 Bestreben: saaviter in modo fortiter in re. Es sind die alten Ladenhüter: I)a3 Judentum ein Ferment der Dekomposition eine internationale- Strömung, spielt in der revolutionären Bewegung eine massgebende Holle, es fühlt sich als Lichtbringer, das über alle Völker von Anfang an erhaben und nach ewiger Ordnung zur Leitung der Welt berufen sei, es hat von Natur in sich den Trieb nach Macht and Geld, kommt schneller zur Erkenntnis dessen, was ira Augenblick zweckmässig und vorteilhaft ist, seine geistige Tendenz ist die Auflösung des geschichtlichen nationalen Lebens der Völker, der Todfeind ieder wiiklichen Kultur and jedes geistigen Fortschritts *Die Geheimnisse der Weisen von Zion“ sind den übelsten Vorbildern jüdischer Agitation nachgebildet (sic!) und der Vf. lässt die Frage offen, ob es nicht das Werkeines Juden sei, der so den Antisemitismus blosssteilen wollte (S. 102, 105, 108, 113, 119, 122). Es soll anerkannt werden, dass der Vf. nicht alle Juden in Bausch und Bogen verwirft. Und wir werden unsererseits anerkennen, dass wir uns nicht mit allem, was von manchen Juden geschieht, solidarisch erklären. Aber der Vf, spricht immer vom Judentum im allgemeinen und da bleibt es unfassbar, wie ein Gelehrter von diesem Ruf es mit seinem wissenschaftlichen und religiösen Gewissen vereinen kann über Dinge Zureden, von denen er nur durch einseitige Lektüre unterrichtet ist. Er sagt (S. 101) *der bedauerliche Mangel an polirischeia Sinn in unserem Volke zeigt sich auch daran, dass die Juderfrage so oft ohne Kenntnis der Wirklichkeit behandelt wird״ (S. 1׳ L. Der Vf. hat, das geht aus der Gesamtheit seiner Ausführungen hervor, keinerlei Kenntnis von den Kräften, die das heutige Judentum bewegen, und dennoch gibt er uns ein detailliertes Urteil. Aber ebensowenig von der Geschichte des nachbiblischen Judentums. Sonst hatte er schwerlich den Satz niederschreiben können: ״Zugleich neigte der Jude zu alten Zeiten leicht zu dem Bewusstsein verfolgt zu werden (vom Vf. gesperrt). Die Millionen von Opfern von Juden, die unter der stillschweigenden Billigung oft Förderung der Religion der Liebe gefallen sind, das sind alles nur Spiegelungen im Bewusstsein des Juden!! — Wir Juden waren immer diejenigen, auf die man den Hass lenkte, der den eigenen Interessen galt. Durch den neuesten Antisemitismus, der auch gegen das Alte Testament Sturm läuft, fühlen gewisse christliche Theologen den Boden unter den Füssen wanken. Es empfiehlt sich daher, den eigenen Antisemitismus za betonen und einen scharfen Trennungsstrich zu machen zwischen dem Judentum von heute und dem des A. T. Wir hatten erst im vorigen Heft (Jesch. XII 3. 171 f.) gegen eine solche Schritt Stellung nehmen müssen. Es tut u08 weh. auch eine Autorität, wie Rudolf Seeberg in dieser Reihe zu sehen. J. W. Herir.anji Scfcwab. Jakob Rosenheim, Berlin. Louis Lamm 1925. Ein Büchlein, das ebenso den Vf. wie den Helden ehrt, den es feiert. Mit Recht verweist der Vf. auf die Verdienste der Mitarbeiter Rosenheims (die Kriegswaiseufürsorge z. B. hat nur durch die unermüdliche Arbeit Hermann Schwabs die grossen Erfolge gezeitigt). Aber ebenso zweifellos ist es, dass für alle bedeutsamen Errungenschaften in der Isr. Religionsgesellschaft in Frankfurt a M., in der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums und in der Aguddas Jisrosl Jakob Rosenheim nicht nur der Initiator gewesen, sondern auch der fleissigste Bearbeiter und Ueberwachec der Ausführung im Einzelnen. So ist diese kleine Biographie Rosenheims gleichbedeutend mit einem kurzen Abriss der Geschichte des orthodoxen Judentums in Deutschland und der östlichen Länder. Doch das brauchte wohl keinem gesagt zu werden. Das Wort Max Landaus (Jeschurun X S. 318) ״die ganze Knessia aber war beherrscht von

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