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Jeschurun · 1925-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1925) · p. Seite 252

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 252 (sequence 82)
Language
German
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Miscelle 252 ziemlich entkräftet. — Stumpf stellt das Teleologieproblem in den Vordergrund und weist überzeugend nach, dass ohne Annahme eines allgemeinen Ordnungsprinzips, das die Logik erfordert, die zweckmassigen Bildungen unzureichend erklärt wären. Er scheint Sympathien für einen Psychovitalismus zu haben, den ich aber dem von Driesch begründeten Vitalismus gegenüber für unterlegen halte. Aall wiederum hat in der experimentell begründeten nativistischen Optik ein vernichtendes Argument gegen die mechanistische Welt• auffassung gewonnen. Ich weise noch auf Gutberlets Stellung zu den Gottesbeweisen und der Scholastik hin. Der Reichtum der Selbstdarstellungen lässt sich nicht in einem Referat erschöpfen. Man kann nur Andeutungen auf speziellen Gebieten geben, um zu zeigen, dass sowohl an gedanklicher Tiefe sich in den Bänden Bedeutsames findet als auch der Reichtum der Anschauungen sich spiegelt. Da diese Vorzüge alle Gebiete der Philosophie bis in die Region der Religion betrifft, so kann der Herausgeber, der aufrichtigen Dankes sicher sein darf, sein Werk als gelungen betrachten und mit Zuversicht an den weiteren Ausbau gehen. Miscelle. In dem Aufsatz ״Von Jüdischer Politik0 (zweites Heft des diesjährigen Jeschurun) wird ein Gegensatz in der sinnlichen Wahrnehmung zwischen Juden und Griechen betont. Es heisst da Seite 139: ״Die Griechen hatten Augen: wissen und schauen (otöa) sind eins. Der Jude hört in erster Linie“. Ohne auf die ethnischen Eigenschaften der beiden Völker eingehen zu wollen, muss ich aber gegenüber der scharfen Hervorhebungen von oToa, der Tatsache also, dass eine indogermanische Urwurzel ״wid“ in der Bedeutung ״sehen“, dann ״erkennen“ dem lateinischen videre wie dem deutschen ״wissen“ und dem griechischen 016a zu Grunde liegt, darauf hin weisen, dass ידע im תנ״ך oft in der Bedeutung von ״sehen“ begegnet, sowohl

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