Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 198 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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198 Eine alte liturgische Schwierigkeit Eine alte liturgische Schwierigkeit. Von Prot' A. Marmorateln, London. Mehrere Forscher der Liturgie lenken die Aufmerksamkeitauf die Schwierigkeiten, welche das Minchagebet für Sabbath alten wie neuen Erklärern bietet. Wir nennen nur Beer1), Lewysohn2), Elbogen^) und Kaatz4). Die Lösung ist bisher nicht gelungen. Der alte Text, auf den bereits Beer und Elbogen verweisen, ist von grösster Wichtigkeit für die richtige Erklärung des Gebetes. Wir geben daher zuerst den vollständigen Text nach einem Genizafragm ent י), der lautet: 1 אתה אהד וש[מך אחד] רמי כעמך ישראל;וי אהד באר[ץ] תפארת גדילה ועטרת ישועה מנוהה וקדושה לעמך נתתה אברהם יגל יצחק ירנן יעקב ובניו ינוחו בו ל מ ש ה עבדך בסיני 5 א מ ר ת לו פכי ילבו והנחתי לך מנוחת אהבה ונדבה מנוחת אמת ורצון מנוחת שלום השקט ובטח מנוחה שלימה שאתה רוצה בה אלה־ינו ואלד,י אבותינו רצה גא במנות ואל צלוה אל .... רצה ומודים ושים שלום. Die Schlussbenediction beweisst, dass wir hier die palästinensische Amidah vor Augen haben, denn die babylonische Rezension hatte ursprünglich für Minchah 65שלום רב*). Es muss jedem aufmerksamen Beobachter der Sabbatgebete auffallen, dass jedes Gebet, 11. z. Maariv, Shaharith und Mincha, abgesehen vom Mussaph, eine verschiedene Fassung der mittleren Benediction hat. Dieses ist weder bei dem Gebete für die drei Wallfabrtsfeste, noch bei dem für die Neujabrstage, und den Versöhnungstag der Fall. Bereits David Abudraham6) bringt zwei verschiedene J) s. 262 עבודת ישראל k 2) 05 מקורי המנהגיםf. 3) Der jild. Gottesdienst IIS und Ergänzungen 582. 4) Jesehurun XI, 475—6. 6j Ms. Adler, nr 2694, jetzt in der Bibliothek des Jewish Theological Semin&ry in "New York. 6) ed. Prag 1784, 44 a. 6a) s. רמ״א O. H. § 127 vgl. auch Mahzor Yitrv p. 148.