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Jeschurun · 1925-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1925) · p. Seite 195

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 195 (sequence 25)
Language
German
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Dia Me8a-Inschrift usw. 195 brauchten am meisten ähneln, auf irgendeinem Wege1s) erlangt und nun gerade kurz vor 1868 zur Fabrikation einer Inschrift verwendet worden sei, so taucht sofort ein neues Problem auf. Die zweite Hauptfrage auf dem paläographischen Gebiete lautet ja: Weshalb zeigt der Mesastein nicht eine Nachahmung des Alphabets einer uns bekannt gewordenen phönizischen Inschrift, sondern soviele eigenartige Buch staben formen? Diese Frage hat Storr überhaupt nicht aufgeworfen. Er bemüht sich vielmehr nur, die einzelnen Abweichungen, die an den Buch staben formen der Mesa-Insehrift gegenüber denen der phönizischen oder sonstigen älteren westsemitischen Inschriften beobachtet werden, zu erklären14). Zunächst nun bei dem D a 1 e t h der Mesa-Inschrift fehlt der senkrechte Schaft rechts. Sogleich denkt Storr an Ein- Wirkung des griechischen Delta. Aber nicht bloss ist erstens dessen Schmalseite an einer andern Stelle, sondern zweitens hat er auch nicht erkannt, dass ein Hauptzug in der Entwicklung der phönizisch-hebräisehen Buchstabenformen überhaupt dahingeht, durch einen nach unten gehenden Strich die Grundlinie sozusagen als den Stützpunkt zu gewinnen. Dies zeigt sich ja ganz deutlich beim Ajin. Denn das ist auf dem Mesastein, wie man in der 4. Zeile beim 2. oder beim 7. Buchstaben deutlich auf der Photographie sieht, ein mehr oben oder in der Mitte freischwebender Kreis, aber in Texten aus dem 3. bis 1. Jahrhundert usw. zeigt es einen zur Grundlinie strebenden Schaft, wie es ihn bekanntlich in der späteren hebräischen Schrift besitzt. Aehnlich ist es beim Lamed, bei dem sich ebenfalls rechts immer vollständiger ein nach der Grundlinie 13) Aus Gesenius, Scripturae linguaeque Phoeniciae monümenta quotquot supersunt (1837 יי oder aus Duc de Luynes, Essai sur le numismatiqae des satrapies et de la Phdnicie sous les Achemenides (1847), oder aus einer Nach- Zeichnung der 1865 zu Sidon entdeckten Grabinschrift des Königs Escbmuna zar 14) Die zu vergleichenden Buchstabenformen findet man z. B. auf den riesigen Scbrifttafeln, die man hauptsächlich der ausgezeichneten Beobachtungs־ gäbe und Geschicklichkeit Julias Eutings verdankt: in Gu. Bickells Ontlines of Hebrew Grammar (1877) und D. Chwolsons Corpus Inscriptionum Hebraicarum (1882).

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