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Jeschurun · 1925-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1925) · p. Seite 192

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 192 (sequence 22)
Language
German
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192 Die Mesa-Inschrift usw. Erst durch die Nachfragen z, B. des Duc de Luynes kann man zur genaueren Beachtung der dort liegenden Steine veranlasst und zur Entdeckung des Steines mit der Mesa-Inschrift geführt worden sein. Da diese Möglichkeit nicht absolut geleugnet werden kann, muss sie offen bleiben, bis das Gewicht der andern Gründe festgestellt ist8). 5. Innerhalb dieses Gebiets der fraglichen äusseren Anzeichen der Unechtheit stützt sich Storr weiterhin noch auf den Umstand, dass ״die Personen, die bei der Sache beteiligt sind, höchst verdächtig, teilweise als Betrüger bekannt sind“ (S. 209). Aber wer ist wirklich ״bei der Sache“ beteiligt? Gewiss Zattam, der Klein am 19. August 1868 begleitet und zuerst von dem Mesastein gesprochen hat, und dieser hat ״Falsifikate besessen“d). Aber nach dem Sommer 1868 sind dann viele Falsifikate in Palästina von Hand zu Hand gegangen10), und der Besitz von Falsifikaten erweist noch nicht, dass der Besitzer selbst ein Fälscher war. Ausserdem gibt Storr selbst (S. 210) zu, dass ״auch ein notorischer Fälscher einmal eine echte Inschrift anbieten kann“. Ferner von dem Scheich, dessen Gastfreundschaft Klein an jenem 19. August genoss, und der den Mesastein ״als ein Wunder dieser Gegend“ bezeichnete, sagt Storr selbst (S. 209): ״Ganneau tat sicherlich unrecht, dass er dem Scheich Fendi-l-Feiz nicht traute“. Andere Personen, wie z. B. der aus Kautzschs und Socins zitierter Schrift (S. 2 usw.) bekannte Selim sind von Storr unrichtig mit der Auffindung des Mesasteins in Verbindung gebracht worden. Denn dieser taucht erst am Ende des Oktober 69, also vierzehn Monate nach dem Bekanntwerden *) Uebrigens hatte doeh auch jener Färber in Kborsabäd (einige Stunden nordöstlich von Ninive) schon lange seine Kesselanlagen aus mit Keilschriftzeichen bedeckten Ziegeln gebaut, als ihn die Nachforschungen von Botta auf die Bedeutsamkeit der auf den Ziegeln befindlichen Zeichen aufmerksam machten, und er nun (1842 43) zwei Ziegel mit solchen Zeichen nach Mos ul zu Botta brachte 1 (mein Bibel und Babel 10. Aufi. S 6). 9) Paiestine Exploration Fund (1869,70), p. 288 (Storr 209, Anm.). 10) Kautzsch und Socin a. a. O., S. 2: ״Im April und Mai 1872 wurden zuerst einzelne Stücke von Tonplatten usw. aus Moab nach Jerusalem gebracht“.

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