Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 187 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Mesa-Inschrift usw־. 187 (vgi. 2. Kön. 5). Leider wurde während den Verhandlungen über den Ankauf des Steins derselbe von den Beduinen zersprengt, sodass bloss die Bruchstücke im Louvre aufbewahrt werden konnten, und es war nur ein Glück, dass vorher ein Abklatsch gemacht worden war. Immer genauere Reproduzierungen der Inschrift sind von folgenden gemacht worden: Seiend und Socin, Die Inschrift des Königs Mesa von Moab (1886); Nordländer, Die Inschrift des Königs Mesa von Mo&b (1896); Driver in der Encyclopaedia Biblica III (1902), 8044 f. und in ״Notes etc. on the Books of Samuel (1918), LXXXIYff. Schon lange konnte man denken, dass die Frage nach der Echtheit der Mesa-Inschrift endgiltig beantwortet sei. Ist sie doch während der letzten .Jahrzehnte in allen Arbeiten über semitische Sprachen und Geschichte des Altertums als ein wertvolles Dokument aus der Mitte des 9. Jahrhunderts verwertet worden. Aber die Frage ist neuerdings wieder aufgeworfen und verneint worden1). Allerdings könnte die unten zitierte Darlegung wegen einiger Eigenschaften auch mit Stillschweigen übergangen werden, weil in ihr manchem Vertreter der Echtheit des Mesasteins ohne Beweis ״Ausflüchte״ vorgeworfen und auch sonst Behauptungen ohne Begründung aufgestellt werden (S. 393. 224. 3902). 392s); auch der Verf. sich* selbst als ״unbefangen“ hinstellt (S. 384), anderen also den Makel der Befangenheit anheften will. Doch ist es schon um der Kontinuität der wissenschaftlichen Forschung willen und zur Vermeidung des jetzt leider vielfach üblichen Aneinandervorbeiredens geboten, zu den gegen die Echtheit der Mesa- Inschrift abermals erhobenen Einwänden Stellung zu nehmen. Diese Aufgabe liegt aber mir wohl in erster Linie ob, da ich einstmals in der Zeitschrift der Deutschen morgenländischen Gesellschaft (1905, S. 233-51. 743—56: 1906, S. 703) gegenüber den Bestreitungen der Echtheit durch Gu. Jahn das Wort ergriffen habe. ’־) Von Rap. Storr, Die ünechtheit der Mesa-Inschrift (in der ״Theologischen Quartalschrift״, Tübingen 1917/18, S. 196—225; 878—421). 2) ״Romanischer .Einfluss ist auch sonst in der Inschrift unverkennbar“. ״ ףEben deshalb muss Mesa gefälscht sein, weil er nicht phönizische Formen bringt“.