Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 182 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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182 N&mensbezeichnungen u8w. in der Wortbildung ,,Israel“ noch einen Zeugen der ursprünglichen solaren Religion sehen will, es mit der arab. ^5;*^ zusammenbringt und demnach übersetzt: Gott leuchtet! Philo überträgt: opwv tov freov איש) ראדדאל) der Gott schaut״. Als Cariosum möchte ich noch die Ansicht Steuernagels51 anführen, der es für möglich hält, dass Israel aus ״ איש דהלein Mann aus dem Rahelstamm״ entstanden ist! Verlassen wir das wissenschaftliche etymologische Labyrinth und richten wir unser Augenmerk auf die Anwendung Israels als Volks bezeicbnung, in Bibel und Talmud, so finden wir, dass er als Volksname zunächst als Gesamtbezeiehnung aller Nachkommen Jakobs gebraucht wurde, den Begriff des Volkstums auf Abstammung und Religion beschränkend, da noch von einer Nation in staats-geographischem Sinne nicht dis Rede war. ״Israel“ wurde Ehren- und Siegesbezeichnung der zwölf Stämme, im Stolz auf ihren Erzvater und als Wahrer seiner Ueberlieferung. Das aus ihnen entstandene Volk nannte sich gerne mit dem Namen, den Gott selbst dem Stammvater Jakob mit dem begleitenden Segen: גד וקהל כריס ידדה ממך ומלכים מהלצך יצאו verlieben hatte. War doch in ihm die Verknüpfung mit Gott, der Kampf für und mit Gott ausgedrückt, zunächst ohne Rücksicht auf Territorium und Staat32. Erst später, nachdem die Stämme zur Nation mit einem geschlossenen Sta&tswesen geworden waren, kam es zu einer politischen Spaltung zwischen den Stämmen Nordpalästinas und dem im Süden wohnhaften Judastamm, dem noch das kleine Benjamin und einzelne simeonitische Städte sich angeschlossen. Unter der Dynastie des Juda entstammenden David erweiterte sich immer mehr die Kluft zwischen den beiden Gruppen. Der grössere Volksteil der 10 Stämme nimmt nun den Namen ״Israel“ in s1) Die Einwanderung der isr. Stämme in Kanaan S. 21 ff. 32) \7gl. Kittel 1. c. S. 24: Nach dem Alten Testament scheint Israel derjenige Name gewesen zu sein, mit dem die Nation selbst sich mit Vorliebe nannte. Er klingt nicht selten wie ein nationaler und religiöser Ehrenname. Dieser Charakter des Namens tritt besonders gegenüber dem Gebrauch des Namens ״Ibrim4* zu Tage.