Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- Seite 176 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2292929-2293034-2293038--07603-2300885- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Namensbezeiehnungen usw. \ 176 zuerst: והנה אין ספק בי פירוש אברהם העברי שהוא מבני עבר. Fügt aber dann hinzu: או נקרא עברי בעבור שהוא מעבר הנהר. Sforno zu Gn. 14,13 schreibt: ידע [הפליט] שרויה [אברהם] מחזיק בדת עבר כמוהו. Nach den einen also ist עברי nomen gentilicum herbei geleitet von ״ .עברjenseits״, oder ״jenseitig״, sonach עברי der Jenseitige, jenseits Wohnende, nämlich הנהר des Stromes11. (Der Ausdruck עבר הנהר findet übrigens auch in den Keilins. und südarabischen Urkunden עביר נחרי und עביר נהרן womit die Länder westlich vom Euphrat bezeichnet werden)12. Nach den anderen ist עברי Sammelname der auf den Stammvater עבר zurückgeht, und der im Laufe der Zeit seine Bedeutung wechselte13. Dies geht auch aus Targum Onkelos hervor. In Gn. übersetzt nämlich Tg. עברי stets mit עבראה► Dann, während noch vom Leben und Ereignissen in Aegypten in der Bibel die Rede ist, übersetzt er עברי mit יהודאה, und erst später mit בר ישראל. (Worauf schon der Gaon Rabbi Zwi Hirsch Chaies14 und Rabbi Natan AdlerlB hin weisen.) Ob wir nun der Ansicht Rabbi Nachmanns, oder der der רבנן folgen, eines steht fest: in späterer Zeit, sind mit עברים hauptsächlich die Nachkommen Jakobs benannt worden. So wurden sie bei den Aegyptern mit der Bezeichnung ״Apru״, und bei den Griechen unter ’Eßpaibs erwähnt. In neuerer Zeit beschäftigen sich viele Gelehrte mit der Erklärung von עברים, sowohl etymologisch als auch geschichtlich. Man weist auf die Schwierigkeiten in der Bibel selbst hin. So, z. B. sind in Gn. 40,15 (בי גנב ננבתי מארץ העברים) kaum unter עברים die Nachkommen Jakobs bzw. Abrahams zu verstehen. Wie sollte damals Kanaan wegen der winzigen Jakobsfamilie die u) Welcher Strom gemeint ist, darüber waren die Alten nur einer Meinung: Es sei der Euphrat. In neuerer Zeit sind viele nicht jüdische Gelehrte der Ansicht, es sei der Jordan. Vgl. Kittel, Gesch. des Volkes Israel I. S. 24. Dazu die Aeusserungen von Stade, Redslob u. E. Meyer. Vgl. auch: S. Dubnow, Weltgeschichte des jüd. Volkes, Bd. I, S. 13. 12) Vgl auch: JampeL Vorgeschichte Israels und seiner Religion, Seite 23. 15) Vgl. bes. Ed. König, Lehrgeb. der hebr. Sprache I. S. 20—23. *4) Vgl. . . . אנרת בקרת דפוס זאלקאווא, דף ב, ע׳׳א, ד״ה והנה. 16) Vgl. נתינה ינר zu Ex. 1. 15.