Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1925)
- Date
- 1925-03-01
- Page
- Seite 151 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Safed 1× ep/1046078
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Die jüdische Geschichte usw. 151 and seine Schüler war Safed für Jahrzehnte auch Zentrum des Kabbalastudiums geworden. — Seit dem Ende des fünfzehnten Jahrhunderts hat die Rückwanderung der JudeD nach Palästina niemals ganz aufgehört, wenn auch die Stärke dieser Bewegung Ln den verschiedenen Zeiten sehr wechselte. Wie am Ende des neunzehnten Jahrhunderts die Verfolgungen in Russland der An8tos8 zu der heutigen Welle der Heimkehr in das Land der Väter geworden ist, so war die Vertreibung aus Spanien die eigentliche Ursache, dass europäische Juden wieder begannen, Erez-Israel zu besiedeln. Was die Feinde zum Schlechten geplant hatten, lag im gütigen Plane von Israels Hüter. In anderer, aber noch viel umfassenderer Weise als das türkische Reich einem Teile der sefardischen Judenheit ein Asyl bot, ward Polen zur Zufluchtsstätte der deutschen Juden. Sie wurden allerdings niemals völlig aus der Heimat vertrieben. Das Fehlen einer starken Zentralmacht in Deutschland wie in Italien schützte die Juden dieser Länder vor solch allgemeiner Katastrophe. Vor dem Hass des einen Kleinlürsten fand man immer wieder Zuflucht bei seinem Nachbarn; mochte die Engherzigkeit der einen Stadt den Juden die Luft zum Atmen missgönnen, 80 öffnete immer wieder eine andere ihre Tore. Selten war es aus Mitleid, wenn den aus dem Heimatorte Verjagten Aufenthalt gewährt wurde, meistens geschah es aus kluger Berechnung, um für die Bewilligung de3 Wohnrechtes hohe Geldsummen und Steuern zu erpressen. — Seit den Verfolgungen der Kreuzzüge hatten deutsche Juden in Polen eine neue Heimat gesucht und in der Folgezeit hatte sich ihre Zahl allmählich vermehrt. Nach den furchtbaren Judenmorden zur Zeit des ״schwarzen Todes״ nahm die Einwanderung einen grösseren Masstab an. Es war ein besonderes Glück, dass damals in Polen ein Mann wie* Kasimir der Grosse herrschte, der nicht nur den Verfolgten Aufnahme gewährte, sondern ihre Rechtslage durch ein besonderes Gesetz regelte, sie zwar nicht den kafcholischen Christen, wohl aber der anderen Bevölkerung seines Reiches gleichstellte. Sehr wertvoll war es, dass er sie durch Einräumung eines eigenen Gerichtsstandes vor der Willkür