Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1925-03-01 · Heft 3-4 (März 1925) · p. Seite 149

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 3-4 (März 1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 149 (sequence 59)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2292929-2293034-2293037--07547-2300829
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

אבפיומא im Midrasch 149 3. v., wo unser Midrasch in dieser Gestalt zitiert wird: מדרש תהלים ה׳ שמעה תפלתי (תהלי, ק״ב ב׳) אל תתן א כסומא שלי בתיבה, עיין מה שכתב הרדיק שם. Zwar findet sich in den Druckausgaben des Psalmenkommentars von RDK, die ich gesehen habe, keine Erklärung zu Ps. 1Ö2,2 und mithin auch keine Erwähnung der besprochenen Midraschstelle, aber es ist ja bereits in der wissenschaftlichen Zeitschrift ברם חמד darauf hingewiesen worden, dass der Kommentar verkürzt und lückenhaft ediert ist. Landau wird er handschriftlich und vollständig Vorgelegen haben. Jedenfalls lässt sich bei der Einfachheit der Sache voraussetzen, dass ein Mann wie Kimchi und viele andere die beiden Midraschstellen und das Fremdwort in dem hier angewandten Sinne richtig verstanden haben. Und in der Tat findet sich die richtige Erklärung in dem Venedig 1587 gedruckten Lexikon von David de Pomis. Dieser, der jedes Wort in hebräischer, lateinischer und italienischer Sprache erklärt, bemerkt nämlich zu אכסיופדא: בקשות שבכתב יבקשו למלך וממנו נחתמי וריב Diplomata, Le svppliche che si danno alli prmcwi, e da essi signaii e la Ute. Es gibt also zwei Bedeutungen: Bittschriften und Streitsache. Auf welche Stelle die eine oder die andere sich bezieht, ist nicht angegeben. Da D. d. P. sein Lexikon eine Jugendarbeit nennt, zu der er die Werke seiner Vorgänger, besonders Aruch, Tisbi und Meturgeman, ״treu exerciert“ habe, so folgt daraus, dass auch sein Gewährsmann — und das dürfte Elia Levita*) sein — den Midrasch richtig verstanden hat. Dr. Joseph Cohn, z. Z. Hamburg. J) Dessen Ti§hi konnte ich leider hier trotz aller Mühe nicht aaftreiben: dafür erhielt ich in einer hiesigen jüdischen Bachhacdlung das in Warschau 1880 erschienene kleine Hand-Lexikon (ספד המלים) von Bernard Natbanson, in dem unser Fremdwort richtig als כתב בקשה erklärt wird.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.