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Jeschurun · 1925-03-01 · Heft 3-4 (März 1925) · p. Seite 144

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 3-4 (März 1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 144 (sequence 54)
Language
German
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144 Von jüdischer Politik Fluch Zerstreuung. Und die Schwierigkeiten, sich in dem von fremden Völkern bewohnten Lande durchzusetzen, waren z. Zt. des babylonischen Exils auch vorhanden. Gerade hier gilt es, die politische Idee des Judentums durchzusetzen, um auch den Völkern Segen zu spenden, um sie von ihrem Nationalismuswahn zu heilen. — Der letzte Teil der Schrift bringt eine Fülle von Zitaten, die klar geordnet und im allgemeinen gut beleuchtet sind und die vorher geschilderten Gedankengänge begründen sollen. * Es ist erfreulich vom Gegner soviel zu hören, was der gesetzestreuen Ansicht entspricht. Der Gegensatz zwischen jüdischer Politik und der eingangs kurz skizzierten nichtjüdischen ist nach Kohns Ausführungen augenfällig. Auch wir haben, gelegentlich ergänzend, ihnen zugestimmt. Und dennoch tritt am Anfänge und Ende der Darstellung deutlich das hervor, was uns zu ganz anderen Konsequenzen als den Kohnschen führt, was eigentlich auch seinen Gedankengängen widerspricht. Für uns sprechen die Propheten deutlicher und ausführlicher das aus, was schon im Pentateuch angedeutet ist; denn in ihrer Zeit waren diese klare Sprache und diese deutlichen Hinweise auf das Endziel jüdischer Politik notwendiger als früher. Selbst Kohn, der die so oft wiederholte Lehre von den Propheten als Reformatoren uns wieder auftischt, wird zugeben müssen, dass wir nirgends offenbare, planmässige Hinzufügung zu bestehenden Gedanken oder Gesetzen gewahren, geschweige denn einen Bruch. Der Stifter der christlichen Religion aber schafft in seinen Reden geradezu ein System der Erklärungen und Ergänzungen, die begleitet werden mit der Warnung, das Bestehende nicht zu zerstören. Ohne auf die Frage näher einzugehen, ob und inwiefern die Gedanken dieser Persönlichkeit jüdisch sind, muss festgestellt werden, dass ein Vergleich mit den Propheten im Rahmen der jüdischen Politik nicht möglich ist. Hat Kohn doch selbst dargelegt, dass die Worte des Stifters schon im Munde seiner Jünger eine grosse Veränderung erfuhren, dass von Paulus das Christentum sich in offenbarem Gegensatz zu

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