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Jeschurun · 1925-03-01 · Heft 3-4 (März 1925) · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 3-4 (März 1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 136 (sequence 46)
Language
German
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136 Die neueste Gestalt usw. auf das Wort Jv.’s in ihrem Innern“ (S. 307). Also er trägt seinen Lesern das gerade Gegenteil von dem vor, was die Propheten nach den Quellen bezeugten. Denn nichts haben die Propheten mehr betont, als dass sie ״nicht aus ihrem Herzen“ weissagten (vgl. Hes. 11,5 usw. in Theol. 1923, 71 f.). Nach alle dem kann das Gesamturteil über die neueste Gestalt, die der Geschichte Israels aufgeprägt worden ist, leider nicht anders lauten, als das» ihr Urheber ohne methodische Untersuchung über die Zuverlässigkeit der Geschichtsbüch er Israels, aber mit vielen modernen Voraussetzungen an eine neue Darstellung der Geschichte dieses Volkes gegangen ist und deshalb ein vielfach unrichtiges Bild derselben gezeichnet hat. Von jüdischer Politik. Von A. W. Politik! In den Klang dieses Wortes mischt sich seit langem ein unreiner Ton. Dem ״Politiker״ pflegt man ein moralisches Armutszeugnis auszustellen. Doch hier sei von dem Begriffe der Politik in seiner Ursprünglichkeit die Rede, von der Politik als Lehre vom Staat, wie sie von Aristoteles durch sein schöpferisches Werk in die Begriffswelt der europäischen Völker eingeführfc wurde. Seit der Zeit jenes grossen Philosophen hat sich die Auffassung vom Wesen des Staates, von seinem Ursprünge und seinen Zielen mannigfach gewandelt. Gemäss den Staaten bauenden oder Staaten stürzenden Ereignissen und Persönlichkeiten der Geschichte haben Männer von Geist der Politik ein Gebäude errichten wollen, das sie ganz aufnehmen und für die Dauer der Zeiten erhalten kann. Und das 19. Jahrhundert, das namentlich die Geisteswissenschaften so umstürzend beeinflusst hat, brachte als Nachfolgerin Rousseaus auch der Politik manche TJeberraschung. Doch die Naturrechtslehrer des Staates haben im Grunde heutzutage abgewirtschaftet; auf jeden Fall ist man sich über die grundlegenden Voraussetzungen für die Politik einig und dort, wo das nicht der Fall ist, namentlich

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