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Jeschurun · 1925-03-01 · Heft 3-4 (März 1925) · p. Seite 134

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 3-4 (März 1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 134 (sequence 44)
Language
German
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134 Di« neueste Gestalt us*׳. [Elia und Micha ben Jimla], die jetzt vom Volke auch schon immer kurz als nebiim bezeichnet werden“ (S. 219)! Neben diese Ilauptverzerrung, an der auch dieses neueste Bild der Religionsgeschichte Israels leidet, tritt zunächst noch folgende andere. Die grundlegliche Unterscheid ung, die in allen Quellen der Geistesgeschichte Israels zwischen der zurecht be® stehenden Religion undden Verletzungen derselben gemacht wird (Theologie des A. T. 20—25), ist auch wieder von Sellin nicht beachtet worden. Auch er gibt den religiös-sittlichen Anschauungen und Uebungen, die im gesamten althebräischen Schrifttum als Abfall von der legitimen Religion, als Untreue gegen den Gott der Vorfahren bezeichnet werden, den modernen Namen;.die Volksreligion Israels“ (z. B. S. 280) und stimmt nicht in den Protest ein, der von allen Klassen der althebräischen Autoren, den Gesetzgebem und Propheten, den Historikern und Dichtern, gegen diese sogenannte ״Volksreligion“ erhoben wird. Ja, die Be~ teiligung an ihr wird, wie von manchem Vorgänger (Theo!. 24f. 94f.), so auch wieder von Sellin nicht nur entschuldigt, sondern als eine Notwendigkeit und als eine Quelle de3 Fortscbritts für die zurecht bestehende Religion hingestellt. Ja, auch er nennt ״Kanaanisierung der iSinaireliglon* (S. 102, Z. 6f.) erstens wieder ein ,,unvermeidbares Eindringen kanaanäiscben Religionswesens“ (S. 127). Die Vertreter der mosaisch-prophetischen Religion haben anders geurteilt. Josua bat das Bekenntnis abgelegt: ״Ich aber und mein Haus sollen dem Herrn dienen (Jos. 24,15). Und was würden Persönlichkeiten, wie z. B. Debora und Gideon, zu der Be״ schön igung gesagt haben, die den Vermischungen der Verehrung des angestammten Rettergottes mit dem Kult des Baal und der Astarte bei so vielen neueren Darstellern zu Teil wird? Jene alten Getreuen, deren Festhalten an der patriarchalisch-mosaisch-prophetischen Religion in Sellins Begriffsalphahet eine ״U n t e r s t r ö m u n g“ ist (S. 127), würden für diese moderne Auffassung nur solche Worte der ernstesten

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