Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1925)
- Date
- 1925-03-01
- Page
- Seite 131 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I>ie ne;1»»ste Gestalt u8w. 13t und Recht in ״sie haben die Grube tief gemacht* ändert. Weiter will er den Ausdruck ״der Prophet* (V. 7) nicht auf Hosea bezogen wissen, denn dann sei es das einzige Mal, dass Hosea sich selbst als ״Prophet" bezeichne, von persönlich erfabrenen Anfeindungen rede und meinen solle, ״wegen einiger Beschimpfungen müsse das Gericht über ganz Israel kommen*. Aber alles dieses Dreifache bietet keinen haltbaren Gegengrund dagegen, dass der Ausdruck ״der Prophet" zunächst auf Hosea bezogen sei. Auch Jeremia (11,18—24) hat wegen Anfeindung die Bewohner von Anathoth verwünscht, und da Hoseas Ausdrücke ״der Prophet" und ״der Mann des Geistes" natürlicherweise den ganzen Prophetenstand meinten, so ist es auch nicht auffallend, dass wegen dieser Anfeindungen das Volk überhaupt bedroht wurde. Jedoch Sellin findet den Abschluss der Schilderung der Verfolgung (V. 8f.) in V. 13 und korrigiert am Texte so lange herum, bis er anstatt be-nawe nauf einer Aue" vielmehr ha-nabi7 schreibt und übersetzt ״zum Jagdwild setzte es (Ephraim) sich den Propheten". Auf diese Weise hat Sellin die Ermordung Moses in den Text des Hoseabuches gebracht und zu einem Bestandteil seiner neuen Gestaltung der Geschichte Israels gemacht. Von Begründetheit dieser neuen Aufstellung kann aber nicht die Rede sein. Oder darf mit Sellin (S. 75) zu ihrer Stützung der bekannte Umstand verwendet werden, dass die Stätte, wo Mose verschied, als unbekannt bezeichnet ist (5. Mos. 34, 6)? Beide Dinge, die angebliche Ermordung und die unbekannte Begräbnisstätte, stehen in keinem logischen Zusammenhänge miteinander. Aber ein solcher ist dann vorhanden, wenn vermutet wird, dass die Verborgenheit der Ster bestatte Moses einer etwaigen Totenverehrung verbeugen sollte, Am richtigsten indes ist es, den vo»a der Ueberlieferung über Art und Ort von Moses Ilingang gebreiteten Schleier unberührt zu lassen